Juli 2002
ALZHEIMER  Gesellschaft  Bonn e.V.
Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V.
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ALZHEIMER und LEBEN
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Inhaltsverzeichnis
  I. Vorbemerkung

II. Gärten für Alzheimer-Kranke (Seite 2)
    Garten der Sinne (Seite 3)

III. Architektur/ Neue Wohnformen (folgt)
 

IV. Beschäftigungsaktivitäten (folgt)
 

V. Wohnküchen (folgt)
 

VI. Erinnerungs- Ecken (folgt)
 

VII. Zeichnen und Basteln (Seite 7)
 

VIII. Musik/ "Dance Therapie" (Seite 8)
      1) Musiktherapie
      2) Musiktherapie bei Alzheimer-Erkrankten,
          Vortrag Dr. Dorothea Muthesius
 

IX. Gymnastik (folgt)
 

X. Entspannung + Ruhe (folgt)
 

XI. Individuelle Freiräume
(folgt)
 

   

I. Vorbemerkung
 
Viele Pflegeheime in Deutschland haben Gärten/Grünflächen, die aber ungenutzt und den demenzerkrankten Bewohnern nicht zugänglich sind. U.a. haftungsrechtliche Gründe, Personalmangel, oft auch bauliche und Zugangs-Probleme, lassen den Blick nach draußen zwar zu, aber nicht den Gang ins Grün und an die frische Luft!

Stellen Sie sich vor, Sie würden tagein, tagaus nur in einem begrenzten Wohnbereich sitzen, mit Musik "berieselt" werden, die Sie noch nie mochten, vielleicht sogar mit Menschen zusammen sein, um die Sie im normalen Leben einen Bogen machen würden, es hier aber nicht können und dürfen?

Und stellen Sie sich vor, Verwandte und Bekannte kämen nicht zu Besuch, weil sie zu weit weg wohnen, oder sich vielleicht nicht in die Atmosphäre "Ihres" Hauses trauten?
Oder die gewohnten Pflegemitarbeiter im Haus seien nicht da, wenn Sie sie brauchen, oder Pflegekräfte hätten einmal schlechte Laune, persönliche Probleme oder mögen Sie nicht (und umgekehrt), und Sie könnten ihnen nicht aus dem Weg gehen?
Oder Sie wollten einmal für sich alleine sein, in einer ruhigen Ecke, ungestört vor sich hin dösen oder nur die Natur anschauen und genießen; man lässt sie aber nicht?

Es gibt viele humane Beispiele in einigen deutschen Pflegeheimen, in denen es Gärten oder Außenanlagen für Demenzkranke mit z.B. Hochbeeten zum Bearbeiten, Wegen zum Gehen ohne Gefahrenherde gibt (so z.B. in Bonn, Zülpich, Brandenburg, Flensburg). Wir möchten Ihnen einige dieser Vorbilder vorstellen, aber auch neue Konzepte, damit das Leben für Demenz-Kranke auch in anderen Häusern durch solche Maßnahmen ein großes Stück lebenswerter wird - ein Leben ohne Isolierungen, Fixierungen und Medikamente.