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I. Vorbemerkung
Viele Pflegeheime in Deutschland haben Gärten/Grünflächen,
die aber ungenutzt und den demenzerkrankten Bewohnern nicht
zugänglich sind. U.a. haftungsrechtliche Gründe,
Personalmangel, oft auch bauliche und Zugangs-Probleme, lassen
den Blick nach draußen zwar zu, aber nicht den
Gang ins Grün und an die frische Luft!
Stellen
Sie sich vor, Sie würden tagein, tagaus nur in einem
begrenzten Wohnbereich sitzen, mit Musik "berieselt"
werden, die Sie noch nie mochten, vielleicht sogar mit Menschen
zusammen sein, um die Sie im normalen Leben einen Bogen
machen würden, es hier aber nicht können und dürfen?
Und
stellen Sie sich vor, Verwandte und Bekannte kämen nicht
zu Besuch, weil sie zu weit weg wohnen, oder sich vielleicht
nicht in die Atmosphäre "Ihres" Hauses trauten?
Oder die gewohnten Pflegemitarbeiter im Haus seien nicht da,
wenn Sie sie brauchen, oder Pflegekräfte hätten
einmal schlechte Laune, persönliche Probleme oder mögen
Sie nicht (und umgekehrt), und Sie könnten ihnen nicht
aus dem Weg gehen?
Oder Sie wollten einmal für sich alleine sein, in einer
ruhigen Ecke, ungestört vor sich hin dösen oder
nur die Natur anschauen und genießen; man lässt
sie aber nicht?
Es
gibt viele humane Beispiele in einigen deutschen Pflegeheimen,
in denen es Gärten oder Außenanlagen für
Demenzkranke mit z.B. Hochbeeten zum Bearbeiten, Wegen
zum Gehen ohne Gefahrenherde gibt (so z.B. in Bonn, Zülpich,
Brandenburg, Flensburg). Wir möchten Ihnen einige dieser
Vorbilder vorstellen, aber auch neue Konzepte, damit das Leben
für Demenz-Kranke auch in anderen Häusern durch
solche Maßnahmen ein großes Stück lebenswerter
wird - ein Leben ohne Isolierungen, Fixierungen und Medikamente.
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