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April 2002
ALZHEIMER Gesellschaft Bonn e.V.


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"Wie aus Wolken Spiegeleier werden"
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Ausstellung von Werken des Werbegrafikers und Künstler Carolus Horn der Fa. Novartis
präsentiert durch die
Alzheimer Gesellschaft
Bonn e.V.
ab 07. Mai 2002 im Wissenschaftszentrum Bonn
(Die Ausstellung ist bis zum 23. Mai geöffnet)
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Carolus Horn
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Abb.1
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...ca. 1,6 Millionen Menschen leiden in der Bundesrepublik Deutschland an einer unaufhaltsamen und fortschreitenden Gehirnleistungsschwäche,
die meisten an der Demenz vom Alzheimer Typ, die "Alzheimer Krankheit" genannt. Man rechnet in der Bundesstadt Bonn mit ca. 4.800 bis 7.200 Erkrankten!
Es ist bekannt, wieso Gehirnfunktionen langsam wegfallen, Betroffene sich in ihrem Umfeld immer schwer orientieren können,
ihr Gedächtnis bis zur Vergessenheit abnimmt und sie sich anderen nicht mehr wie früher mitteilen können.
Warum sich sog. Plaques bilden, die das Absterben von Gehirnzellen und damit den Wegfall von
lebenswichtigen Funktionen verursachen, ist bisher nicht bekannt.
Demenzkranke erleben in ihrer, sich durch die Krankheit verändernden Welt, ihre Umwelt anders und werden oft nicht oder falsch verstanden! |

Abb.2
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Der Grafiker und Künstler Carolus Horn, seinerzeit selbst an Morbus Alzheimer erkrankt und gestorben,
zeigt in eindrucksvollen Bildern, wie sich seine Betrachtens- und ausdrucksweisen im Verlauf seiner Erkrankung
änderten; seine Werke zeigen uns, dass die Ausdruckskraft zwar nachließ, nicht aber sein Wille, sich mitzuteilen
und auch nicht seine Fähigkeit dazu.
Diese Ausstellung soll aber nicht bloß das in bildlichen Darstellungen erkennbare Nachlassen von Gehirnleistungen dokumentieren,
sondern die Betrachter für die sich schleichend verändernde Welt von Demenzerkrankten sensiblisieren, Verständnis für ihr Leben
wecken, damit diejenigen die langsam vergessen nicht vergessen werden, weder zuhause noch in Pflegeheimen.
Wir sollten auch daraus Anstöße erhalten, die sich verändernde Sprache der Demenzkranken zu verstehen, um Ihnen nicht verständnislos,
verunsichert, verängstigt oder gar abweisend gegenüber zu treten.
Michael G. Streicher, Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. - 29. Mai 2001
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Abb.3
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Carolus Horn reiste häufiger mit seiner Frau nach Venedig. Die Rialto-Brücke ware sein Lieblingsmotiv. Aus der gesunden
Zeit lange vor 1984 datiert die kolorierte Bleistiftzeichnung (Abb. 3 links).
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Abb.4
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Abb.5
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Schon lange bevor die Krankheit sich klinisch
manifestiert wurde, zeigten sich perspektivische Änderungen und eine undifferenzierte Personendarstellung als Frühsymtom. (Abb. 4 rechts oben)
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Abb.6
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Nach Ausbruch der Krankheit malte Carolus Horn nach Vorlagen. Die Gouache entstand 1986. Damals fielen vor allem der
Ehefrau deutliche Orientierungsstörungen auf (Abb.5 links unten)
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