Okt./Nov./Dez. 2002 - ARCHIV
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Ausstellung Neue Wohnformen
Ausstellung Neue Wohnformen
Neue Wohnformen für Demenzbetroffene

"Zu Hause ist da, wo man sich wohl fühlt"


Eine Ausstellung
präsentiert durch die Alzheimer Gesellschaft
Bonn e.V.

Die Ausstellung ist verbunden mit Werken des Werbegrafikers und
Künstlers Carolus Horn (siehe rechts) der Firma Novartis und einer Fotoausstellung der
Fotografin Claudia Thoelen

Impressionen vom
Tag der Ausstellungseröffnung


Forderungen der Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. setzen sich durch:

Meldung: Auf dem 3. Kongreß der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. am 13./14. September 2002 in Friedrichshafen forderte auch Horst Laade, Vorstands-
mitglied der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V.. u.a. eine Verbesserung der stationären Versorgung von Demenzkranken in Heimen, in denen bereits mehr als die Hälfte der Bewohner
Demenzerkrankte seien.

Bundesweit und flächendeckend sollte künftig ein Mindeststandard an demenzbezogenen Betreuungs- und Pflegeleistungen gesichert sein. "Stößt die häusliche Versorgung an ihre Grenzen, geht die quälende Suche nach einem angemessenen Heimplatz los", so Horst Laade.

( Quelle: Ärzte Zeitung Nr. 165 vom 16.September 2002 Seite 2 )

(Anm: Horst Laade ist einer der angesehensten "Kämpfer" in Deutschland für eine humane Betreuung und Versorgung von Demenz-Kranken und für eine wirksame Entlastung der pflegenden Angehörigen.
M.Streicher)
  Neu: Gütesiegel für besonders geeignete Pflegeheime und Einrichtungen
Neue Wohnformen und Beschäftigungs- möglichkeiten für Alzheimer-Erkrankte
 
 
Viele Angehörige fragen nach einem für ihre erkrankten Verwandte "geeigneten" Heim; wir müssen leider immer wieder die Auskunft geben, daß es in Deutschland kein "zentrales Register" gibt, keinen Katalog und auch keine Empfehlungsmagazine oder Broschüren. Lediglich über Mundpropaganda, die Stadt- oder Gemeindeverwaltungen oder die lokalen oder regionalen Selbsthilfegruppen, Alzheimer Gesellschaften und Initiativen können Informationen eingeholt werden, wobei sich alle, auch wir, mit Empfehlungen aus u.a. haftungs- und wettbewerbsrechtlichen Gründen schwer tun.

Ein Gütesiegel für geeignete Häuser, die kleine Wohngruppen, biographiebezogene Beschäftigungs- möglichkeiten, besondere ergotherapeutische und...

 
 Hinweis: Termin 27.-28.11.2002
 "Türe öffnen zum Menschen mit Demenz" und
 Ausstellung "Neue Wohnformen für Demenzkranke" im Haus der evangelischen  Kirche in Bonn [mehr]
Ausstellung
"Wie aus Wolken Spiegeleier werden"
 
Carolus Horn
Carolus Horn
Abb.8
Ausstellung  
 
...ca. 1,6 Millionen Menschen leiden in der Bundesrepublik Deutschland an einer unaufhaltsamen und fortschreitenden Gehirnleistungsschwäche, die meisten an der Demenz vom Alzheimer Typ, die "Alzheimer Krankheit" genannt. Man rechnet in der Bundesstadt Bonn mit ca. 4.800 bis 7.200 Erkrankten!
 
Es ist bekannt, wieso Gehirnfunktionen langsam wegfallen, Betroffene sich in ihrem Umfeld immer schwer orientieren können, ihr Gedächtnis bis zur Vergessenheit abnimmt und sie sich anderen nicht mehr wie früher mitteilen können. Warum sich sog. Plaques bilden, die das Absterben von Gehirnzellen und damit den Wegfall von lebenswichtigen Funktionen verursachen, ist bisher nicht bekannt.

Termin: 28.10.-18.11.2002 Wanderausstellung "Selbsthilfe macht Selbstbewußt" der SEKIS Bonn im Malterser Krankenhaus Bonn-Duisdorf, Die Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. wird ebenfalls dort präsent sein. Dies ist die zweite Station der Ausstellung nach der Kaiser-Karl Klinik in der Graurheindorfer Straße. Termine IV-2002
Termin: 30.10.2002 18:00 Uhr Auftaktveranstaltung im Malteser Krankenhaus in Bonn-Duisdorf (zu: "Der selbstbewußte Patient")
Diskussionsrunde mit Ärzten, Pflegekräften, Vertretern von Selbsthilfegruppen und als Moderatorin Frau Dr. Linden, Mitarbeiterin des General Anzeigers Bonn.
An der Expertenrunde wird Christiane Schneider, Vorstandsmitglied der Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. teilnehmen.

Termine IV-2002
 
Alzheimer und Leben: NEU Vortrag: Musiktherapie bei Alzheimer-Erkrankten von Dr. Dorothea Muthesius, Musiktherapeutin, Berlin (2002)
"Alzheimer und Kunst"- ein Widerspruch?

Die Alzheimer-Krankheit bringt u.a Einbrüche bei den kognitiven Fähigkeiten (den Fähigkeiten, Denkinhalte zu verknüpfen), bei der zeitlichen und örtlichen Orientierung sowie bei dem Kurzzeitgedächtnis. Bei Fortschreiten der Krankheit treten weitere Funktionsverluste im menschlichen Gehirn auf. Sensibilität und Kreativität, Ausdruckswille und Phantasie bleiben aber, wenn auch in sich verändernden Formen und Inhalten.Die häufig anzutreffende Meinung "Alzheimer-Kranke spüren ja nichts", sie "kriegen nichts mehr mit" und "können ja doch nichts mehr ausdrücken" entstammt aus dem erschreckenden Bereich der Unkenntnis und der Vorurteile!

Der berühmte Nachkriegs-Werbegrafiker Carolus Horn , an Alzheimer erkrankt, zeichnete und malte bis zu seinem Tod. Im Januar 2002 präsentierte die Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. zusammen mit der Heilpädagogischen Fakultät der Universität zu Köln seine Werke.

Das Kölner Universitäts Journal berichtete ausführlich über die Ausstellung, zu der der Vorsitzende unserer Gesellschaft Rechtsanwalt Michael G. Streicher eine Ringvorlesung vor Studenten zur Situation der Demenzerkrankten in Deutschland hielt. (Vorträge und Berichte). Auch mit dieser Veranstaltung wollten wir die Öffentlichkeit dafür sensibilisieren, daß Erkrankte zwar zunehmende krankheitsbedingte Defizite erleben, aber wie wir Gesunde empfinden, lachen und traurig sein können, Stimmungen haben und auch den Willen, sich mitzuteilen, auch wenn die Fähigkeit, sich wie wir Gesunde auszudrücken, schleichend abnimmt.
Alle im Pflege- und Gesundheitswesen mit Alzheimer-Kranken befaßten Personen sollen dies bei ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit wissen und beachten. [mehr]

 

Impressionen weitere aktuelle Informationen
Rosenkavalier- Impression in einem Pflegeheim (C)  Bela Ferer 2002
Ein Rosenkavalier
Haftpflichtversicherung:

Üblicherweise hat jede Familie eine
private Haftpflichtversicherung als Familienversicherung. Einige

(C) 1995 Mechthild Lohmanns

Versicherungsgesellschaften vertreten die Auffassung, dass der Versicherungsschutz für das Mitglied nicht mehr gilt, wenn die/der Betreffende nicht mehr im Haushalt, sondern in einem Pflegeheim lebt.

Fragen Sie daher vor einem Umzug in ein Pflegeheim bei Ihrer Versicherungsgesellschaft unbedingt nach und lassen Sie sich den Versicherungsschutz schriftlich bestätigen.
 

 
** HINWEIS **

Termine für III. und IV. Quartal 2002
sowie Erläuterungen zur Gruppe
 
Alzheimer und Recht Betreuungsrecht Teil I 
Alzheimer und Recht Freiheitsentziehende oder einschränkende Maßnahmen Teil II
Alzheimer und Diagnose Teil II
Alzheimer und Leben Etwas mehr Autonomie
Gärten für Alzheimer Kranke
Zeichnen und Basteln
Dance / Therapie