|
November - Dezember 2003
Archiv
ALZHEIMER Gesellschaft Bonn e.V.


| Kurzmeldungen |
 |
Neue
Wohnformen |
Bundesstadt Bonn:
Neu: Im Amt für Soziales und Wohnen ist eine neue Sachgruppe "Hilfe
zur Pflege" eingerichtet worden., in der die Gewährung von Hilfe zur Pflege in der häuslichen Umgebung
(nicht in Einrichtungen) und gfls. notwendige zusätzliche Hilfe zum Lebensunterhalt bearbeitet wird. Ansprechpartnerinnen
sind Frau Ebert (unter Tel. 77 4938) und die Sachgruppen leiterin Frau Lüdtke (Tel. 77 4739). Die
Dienststelle befindet sich in der Hans-Böckler-Str. 5 in Bonn-Beuel. Die Büros befinden sich in der 3. Etage
(Zi. 315 u. 318).
Haftpflichtversicherung:
Üblicherweise hat jede Familie
eine private Haftpflichtversicherung als Familienversicherung. Einige Versicherungsgesellschaften
vertreten die Auffassung, dass der Versicherungsschutz für das Mitglied nicht mehr gilt, wenn die/der Betreffende
nicht mehr im Haushalt, sondern in einem Pflegeheim lebt.
Fragen Sie daher vor einem Umzug in ein Pflegeheim
bei Ihrer Versicherungsgesellschaft unbedingt nach und lassen Sie sich den Versicherungsschutz schriftlich bestätigen.
NEU: Alzheimer
und Medikamente
Vielfach liest man in Werbungen und Broschüren
u.a. der Pharmaindustrie, des Apothekerverbandes in Zusammenwirken mit Verbänden und Pharmafirmen, in "offiziellen
Ratgebern" zum Umgang mit der Krankheit von "medikamentösen Therapien", medikamentöser gerontopsychiatrischer
Therapie", von Neuroleptika, Psychopharmaka und den sog. Atypika (einer sog. "neuen Generation von Neuroleptika").
Kein pflegender und betreuender Angehöriger kann mit dieser Vielfalt an Informationen und etwas anfangen!
Einzelne Ärzte und Organisationen, auch bundesweit aktive, empfehlen mit bemerkenswerten Begründungen den
Einsatz dieser Wirkstoffe bei Alzheimer-Patienten, bezeichnen deren Einsatz sogar vereinzelt als eine wesentliche Säule
bei der "Behandlung der Krankheit".
[ lesen Sie hier bitte weiter ]
|
 |
| |
Neu:
Gütesiegel für besonders geeignete Pflegeheime und Einrichtungen
Neue Wohnformen und Beschäftigungs- möglichkeiten für Alzheimer-Erkrankte |
|
| |
Viele Angehörige fragen nach einem für ihre erkrankten Verwandte "geeigneten" Heim; wir
müssen leider immer wieder die Auskunft geben, daß es in Deutschland kein "zentrales Register"
gibt, keinen Katalog und auch keine Empfehlungsmagazine oder Broschüren. Lediglich über Mundpropaganda,
die Stadt- oder Gemeindeverwaltungen oder die lokalen oder regionalen Selbsthilfegruppen, Alzheimer Gesellschaften
und Initiativen können Informationen eingeholt werden, wobei sich alle, auch wir, mit Empfehlungen aus
u.a. haftungs- und wettbewerbsrechtlichen Gründen schwer tun.
Ein Gütesiegel für geeignete Häuser, die kleine Wohngruppen, biographiebezogene Beschäftigungs-
möglichkeiten, besondere ergotherapeutische und...
|
|
| |
[hier
klicken]
|
| *** NEU
NEWSLETTER DEZEMBER
2003 |
Literaturhinweis:
Empfehlenswerte Lektüre im Kontext Pflegeheime, Psychiatrie etc.:
"Fixierung erregter Personen - Todesfälle in Klinik und Gewahrsam" (Restraints
of Excited Persons- Sudden Death in Hospital and Custody) |
Hrsg. Klaus Steffen Saternus u.
Gerhard Kernbach-Wighton
Verlag Schmidt-Römhild, Lübeck
Das Buch beleuchtet anhand zahlreicher Fallbeispiele die Folgen, die Fixierungen wie z.B. Rumpf- und Gliedmaßengurte
in der (Geronto-)Psychiatrie nach sich ziehen können. Der Verlag schreibt hierzu:
"Eine interdisziplinäre Experten-Tagung in Göttingen, bei der sowohl praktisch-forensische als
auch klinische Fragen zur Sprache kamen, ist Ausgangspunkt dieses Werkes. Wertvolle Fortbildungslektüre
nicht nur für Ärzte, sondern auch für alle Berufsgruppen im Kontext Altenpflege
und Psychiatrie."
Anmerkung:
Es ist bekannt, daß in Pflegeheimen und psychiatrischen Kliniken häufig mechanisch und medikamentös
fixiert und "sediert" wird. Demenzkranke, die "agil", also sehr unruhig, oder gar aggressiv
sind, werden, ohne daß andere, weit minderschwere Maßnahmen oder Hilfen (Spazierengehen, Beschäftigung,
Beruhigung durch ruhige Worte etc.) als absolut vorrangig in Erwägung gezogen und ausprobiert werden
(häufiges Argument: Personalmangel), auf vielfältige Weise ruhig gestellt. Wir weisen auch auf unsere
Broschüren > Alzheimer und Recht I und II und > Alzheimer
und Medikamente hin. Das Werk gibt hoffentlich einen Anstoß für ein breites Nachdenken
über diesen meist inhumanen Umgang mit den, durch die Krankheit immer hilfloser werdenden, Demenz-Erkrankten.
|
Meldung 12.08.03
Die Landesregierung NRW hat nunmehr die Verordnung über niedrigschwellige Hilfe- und Betreuungsangebote
für Pflegebedürftige am 06.08.03 verkündet. Die Verordnung trat am 07. August 2003
in Kraft.
Zuständige Behörde für die Anerkennung
u.a. niedrigschwelliger Betreuungsangebote ist das Versorgungsamt Düsseldorf.
Damit kann nun die modellartige Erprobung neuer
Versorgungskonzepte und Versorgungsstrukturen für "Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz"
und zur Unterstützung der sie pflegenden Angehörigen gefördert werden ( § 6 der Verordnung).
Den gesamten Text der Verordnung erhalten Sie
von uns, wenn Sie der Bestellung 3,50 EUR in Briefmarken beifügen.
|
|
| Neu:
Ratgeber für Angehörige : " Diagnose Alzheimer" |
In der Informationsreihe "Alzheimer und Hilfen"
der Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. ist ein Ratgeber "Diagnose Alzheimer" für Angehörige, aber
auch Betroffene und Pflegekräfte
erschienen. Die Broschüre gibt Infos über nichtmedikamentöse Therapien, Hilfen für den Umgang mit
Betroffenen in der häuslichen Umgebung und zur Auswahl eines Pflegeheims, wenn die Betreuung und Versorgung zu
Hause nicht mehr möglich ist.
Pflegende und betreuende Angehörige wie auch Betroffene selbst sind durch die Diagnose "Verdacht auf eine
Demenz vom Alzheimer Typ" unvorbereitet und zutiefst betroffen, wissen zu wenig oder nichts über die Krankheit
und deren Verlauf und setzen verzweifelt häufig alle
Hoffnungenauf Medikamente oder "medikamentöse Therapien".
Nur wenige Wirkstoffe ("Antidementiva wie ACEH's, Memantine und Galantamine) können aber, frühzeitig
eingesetzt, den Krankheitsverlauf nur für 6-10 Monate verzögern, also verlangsamen. Kein Medikament (erst
Recht keine Psychopharmaka, Neuroleptika wie z.B. sog. Atypika) kann heute die Krankheit aufhalten oder gar therapieren,
also heilen!
Was kann ich zu Hause tun, was muß ich beachten, wie gehe ich mit Erkrankten
um, auf was sollte ich bei der Auswahl eines Pflegheims achten, welche
bewährte nichtmedikamentöse Therapien gibt es, sollten Betroffene frühzeitig eine
sog. Vorsorgevollmacht machen? Dies sind einige wesentliche Fragen, auf die
der Ratgeber versucht, in Kurzform Antworten zu geben.
Der Ratgeber kann zum Selbstkostenpreis von 3,50 EUR bei der Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. bestellt werden (Bestellformular).
|
In eigener Sache:
Wie wir erfahren haben, wurde in NRW ein "Landesverband der Alzheimer Gesellschaften Nordrhein-Westfalen e.V.
" (Alzheimer-NRW.de) gegründet. Nach eigenen Angaben des Vereins hätten 32 Alzheimer Gesellschaften,
Selbsthilfegruppen oder andere Initiativen die Satzung verabschiedet.
Wir halten hierzu fest: In Nordrhein-Westfalen existieren hunderte von Alzheimer Gesellschaften, Initiativen,
Selbsthilfegruppen und Angehörigen-Initiativen. Die Richtigkeit der Angaben des o.g. Vereins unterstellt, repräsentiert
dieser daher nur einen Bruchteil der Gruppierungen.
Die Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. war nicht an der Gründung beteiligt, sie ist nie Mitglied geworden und
beabsichtigt auch nicht, Mitglied dieses Vereins zu werden. Uns sind weder die Satzung noch die Zielsetzung des
Vereins bekannt.
Der Vereinsname "Landesverband der Alzheimer Gesellschaften" erweckt den irreführenden Eindruck, als
vertrete der "Landesverband" alle Alzheimer Gesellschaften in Nordrhein-Westfalen, was aber nicht zutrifft.
Der neugegründete Verband ist nicht legitimiert, für alle Alzheimer Gesellschaften aufzutreten, im
Namen aller Gesellschaften Stellungnahmen oder Erklärungen abzugeben oder Spenden oder andere Zuwendungen in
Empfang zu nehmen.
Der "Landesverband" ist daher auch nicht legitimiert, im Namen der Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V.
aufzutreten, Stellungnahmen abzugeben oder für sie Zuwendungen entgegen zu nehmen.
Der Vorstand der Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V.
|
|
|
|
Bericht und Informationen
zur Veranstaltung
|
 |
vom 30 Juli 2003, 16:00 Uhr
Hotel Königshof, Adenauerallee 9, 53113 Bonn
Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V.:
4.
"Königshofer Gespräch"
"Demenz- Erkrankungen, Herausforderung
an uns alle"
|
| |
[
mehr zur Veranstaltung ] |
|
|
|
| ARCHIV
alter Startseiten |
Mai
- Juni 2002
Juli - August 2002
August - September 2002
Oktober - November 2002
|
 |
Dezember
2002 - Januar 2003
Februar - März
2003
April - Mai 2003
Juni - Juli 2003 |
|