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Kurzmeldungen Neue Wohnformen


Bundesstadt Bonn:

Neu: Im Amt für Soziales und Wohnen ist eine neue Sachgruppe "Hilfe zur Pflege" eingerichtet worden., in der die Gewährung von Hilfe zur Pflege in der häuslichen Umgebung (nicht in Einrichtungen) und gfls. notwendige zusätzliche Hilfe zum Lebensunterhalt bearbeitet wird. Ansprechpartnerinnen sind Frau Ebert (unter Tel. 77 4938) und die Sachgruppen leiterin Frau Lüdtke (Tel. 77 4739). Die Dienststelle befindet sich in der Hans-Böckler-Str. 5 in Bonn-Beuel. Die Büros befinden sich in der 3. Etage (Zi. 315 u. 318).

Haftpflichtversicherung:
Üblicherweise hat jede Familie eine private Haftpflichtversicherung als Familienversicherung. Einige Versicherungsgesellschaften vertreten die Auffassung, dass der Versicherungsschutz für das Mitglied nicht mehr gilt, wenn die/der Betreffende nicht mehr im Haushalt, sondern in einem Pflegeheim lebt.
Fragen Sie daher vor einem Umzug in ein Pflegeheim bei Ihrer Versicherungsgesellschaft unbedingt nach und lassen Sie sich den Versicherungsschutz schriftlich bestätigen.


NEU: Alzheimer und Medikamente
 
Vielfach liest man in Werbungen und Broschüren u.a. der Pharmaindustrie, des Apothekerverbandes in Zusammenwirken mit Verbänden und Pharmafirmen, in "offiziellen Ratgebern" zum Umgang mit der Krankheit von "medikamentösen Therapien", medikamentöser gerontopsychiatrischer Therapie", von Neuroleptika, Psychopharmaka und den sog. Atypika (einer sog. "neuen Generation von Neuroleptika"). Kein pflegender und betreuender Angehöriger kann mit dieser Vielfalt an Informationen und etwas anfangen!
 
Einzelne Ärzte und Organisationen, auch bundesweit aktive, empfehlen mit bemerkenswerten Begründungen den Einsatz dieser Wirkstoffe bei Alzheimer-Patienten, bezeichnen deren Einsatz sogar vereinzelt als eine wesentliche Säule bei der "Behandlung der Krankheit".

 
[ lesen Sie hier bitte weiter ]

 
  Neu: Gütesiegel für besonders geeignete Pflegeheime und Einrichtungen
Neue Wohnformen und Beschäftigungs- möglichkeiten für Alzheimer-Erkrankte
 
 
Viele Angehörige fragen nach einem für ihre erkrankten Verwandte "geeigneten" Heim; wir müssen leider immer wieder die Auskunft geben, daß es in Deutschland kein "zentrales Register" gibt, keinen Katalog und auch keine Empfehlungsmagazine oder Broschüren. Lediglich über Mundpropaganda, die Stadt- oder Gemeindeverwaltungen oder die lokalen oder regionalen Selbsthilfegruppen, Alzheimer Gesellschaften und Initiativen können Informationen eingeholt werden, wobei sich alle, auch wir, mit Empfehlungen aus u.a. haftungs- und wettbewerbsrechtlichen Gründen schwer tun.

Ein Gütesiegel für geeignete Häuser, die kleine Wohngruppen, biographiebezogene Beschäftigungs- möglichkeiten, besondere ergotherapeutische und...



 
 
Frohe Weihnachten  [hier klicken]
*** NEU NEWSLETTER DEZEMBER 2003
Literaturhinweis:
Empfehlenswerte Lektüre im Kontext Pflegeheime, Psychiatrie etc.:
"Fixierung erregter Personen - Todesfälle in Klinik und Gewahrsam" (Restraints of Excited Persons- Sudden Death in Hospital and Custody)
Hrsg. Klaus Steffen Saternus u. Gerhard Kernbach-Wighton
Verlag Schmidt-Römhild, Lübeck
 
Das Buch beleuchtet anhand zahlreicher Fallbeispiele die Folgen, die Fixierungen wie z.B. Rumpf- und Gliedmaßengurte in der (Geronto-)Psychiatrie nach sich ziehen können. Der Verlag schreibt hierzu:
"Eine interdisziplinäre Experten-Tagung in Göttingen, bei der sowohl praktisch-forensische als auch klinische Fragen zur Sprache kamen, ist Ausgangspunkt dieses Werkes. Wertvolle Fortbildungslektüre nicht nur für Ärzte, sondern auch für alle Berufsgruppen im Kontext Altenpflege und Psychiatrie."

Anmerkung:
Es ist bekannt, daß in Pflegeheimen und psychiatrischen Kliniken häufig mechanisch und medikamentös fixiert und "sediert" wird. Demenzkranke, die "agil", also sehr unruhig, oder gar aggressiv sind, werden, ohne daß andere, weit minderschwere Maßnahmen oder Hilfen (Spazierengehen, Beschäftigung, Beruhigung durch ruhige Worte etc.) als absolut vorrangig in Erwägung gezogen und ausprobiert werden (häufiges Argument: Personalmangel), auf vielfältige Weise ruhig gestellt. Wir weisen auch auf unsere Broschüren > Alzheimer und Recht I und II und > Alzheimer und Medikamente hin. Das Werk gibt hoffentlich einen Anstoß für ein breites Nachdenken über diesen meist inhumanen Umgang mit den, durch die Krankheit immer hilfloser werdenden, Demenz-Erkrankten.

Meldung 12.08.03
 
Die Landesregierung NRW hat nunmehr die Verordnung über niedrigschwellige Hilfe- und Betreuungsangebote für Pflegebedürftige am 06.08.03 verkündet. Die Verordnung trat am 07. August 2003 in Kraft.

Zuständige Behörde für die Anerkennung u.a. niedrigschwelliger Betreuungsangebote ist das Versorgungsamt Düsseldorf.

Damit kann nun die modellartige Erprobung neuer Versorgungskonzepte und Versorgungsstrukturen für "Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz" und zur Unterstützung der sie pflegenden Angehörigen gefördert werden ( § 6 der Verordnung).

Den gesamten Text der Verordnung erhalten Sie von uns, wenn Sie der Bestellung 3,50 EUR in Briefmarken beifügen.

Neu: Ratgeber für Angehörige : " Diagnose Alzheimer"
  
In der Informationsreihe "Alzheimer und Hilfen" der Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. ist ein Ratgeber "Diagnose Alzheimer" für Angehörige, aber auch Betroffene und Pflegekräfte
erschienen. Die Broschüre gibt Infos über nichtmedikamentöse Therapien, Hilfen für den Umgang mit Betroffenen in der häuslichen Umgebung und zur Auswahl eines Pflegeheims, wenn die Betreuung und Versorgung zu Hause nicht mehr möglich ist.
Pflegende und betreuende Angehörige wie auch Betroffene selbst sind durch die Diagnose "Verdacht auf eine Demenz vom Alzheimer Typ" unvorbereitet und zutiefst betroffen, wissen zu wenig oder nichts über die Krankheit und deren Verlauf und setzen verzweifelt häufig alle
Hoffnungenauf Medikamente oder "medikamentöse Therapien".

Nur wenige Wirkstoffe ("Antidementiva wie ACEH's, Memantine und Galantamine) können aber, frühzeitig eingesetzt, den Krankheitsverlauf nur für 6-10 Monate verzögern, also verlangsamen. Kein Medikament (erst Recht keine Psychopharmaka, Neuroleptika wie z.B. sog. Atypika) kann heute die Krankheit aufhalten oder gar therapieren, also heilen!

Was kann ich zu Hause tun, was muß ich beachten, wie gehe ich mit Erkrankten
um, auf was sollte ich bei der Auswahl eines Pflegheims achten, welche
bewährte nichtmedikamentöse Therapien gibt es, sollten Betroffene frühzeitig eine
sog. Vorsorgevollmacht machen? Dies sind einige wesentliche Fragen, auf die
der Ratgeber versucht, in Kurzform Antworten zu geben.

Der Ratgeber kann zum Selbstkostenpreis von 3,50 EUR bei der Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. bestellt werden (Bestellformular).
 

In eigener Sache:
 
Wie wir erfahren haben, wurde in NRW ein "Landesverband der Alzheimer Gesellschaften Nordrhein-Westfalen e.V. " (Alzheimer-NRW.de) gegründet. Nach eigenen Angaben des Vereins hätten 32 Alzheimer Gesellschaften, Selbsthilfegruppen oder andere Initiativen die Satzung verabschiedet.
 
Wir halten hierzu fest: In Nordrhein-Westfalen existieren hunderte von Alzheimer Gesellschaften, Initiativen, Selbsthilfegruppen und Angehörigen-Initiativen. Die Richtigkeit der Angaben des o.g. Vereins unterstellt, repräsentiert dieser daher nur einen Bruchteil der Gruppierungen.
 
Die Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. war nicht an der Gründung beteiligt, sie ist nie Mitglied geworden und beabsichtigt auch nicht, Mitglied dieses Vereins zu werden. Uns sind weder die Satzung noch die Zielsetzung des Vereins bekannt.
 
Der Vereinsname "Landesverband der Alzheimer Gesellschaften" erweckt den irreführenden Eindruck, als vertrete der "Landesverband" alle Alzheimer Gesellschaften in Nordrhein-Westfalen, was aber nicht zutrifft. Der neugegründete Verband ist nicht legitimiert, für alle Alzheimer Gesellschaften aufzutreten, im Namen aller Gesellschaften Stellungnahmen oder Erklärungen abzugeben oder Spenden oder andere Zuwendungen in Empfang zu nehmen.
 
Der "Landesverband" ist daher auch nicht legitimiert, im Namen der Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. aufzutreten, Stellungnahmen abzugeben oder für sie Zuwendungen entgegen zu nehmen.
 
Der Vorstand der Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V.
 

Bericht und Informationen zur Veranstaltung
Blick in den Veranstaltungssaal

vom 30 Juli 2003, 16:00 Uhr
Hotel Königshof, Adenauerallee 9, 53113 Bonn
Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V.:

4. "Königshofer Gespräch"

"Demenz- Erkrankungen, Herausforderung an uns alle"
 

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