| Rheinland
Pfalz : |
Die Landesregierung fördert die Information und Schulung von Angehörigen,
damit sie erfahren und lernen können, wie sie mit Demenz-Erkrankten in ihrer
Familie , in und mit ihrem Umfeld besser umgehen können. Rheinland-Pfalz
macht damit einen Schritt, den die Bundesstadt Bonn bereits zuvor vollzogen
hat. Dort wird bereits seit Längerem, zusammen mit der Bürgerstiftung
Bonn, das Programm: "Hilfe beim Helfen" der Alzheimer Gesellschaft Bonn,
gefördert und unterstützt. Hilfe "vor Ort" muß bundesweit
Schule machen. ms.20.07.2005 | |
ARCHIV
November 2005 ALZHEIMER Gesellschaft Bonn
e.V.  
| Demenz-Erkrankungen
- der hohe Preis des Alters? - 18.03.2005 |
|
Wir alle lesen, sehen und hören in den Medien viel über Demenzerkrankungen,
insbesondere über Alzheimer: Erschreckendes, Tragisches und Dramatisches.
| Neuer
Ratgeber zum Umgang mit den Erkrankten: | "Demenzkranke
Menschen pflegen- Grundlagen und praktische Methoden" -von Dr. phil.
Sven Lind, Diplom-Psychologe. Herausgegeben von Michael Georg Streicher (Ein
Ratgeber zum Umgang mit den Erkrankten aus der Reihe "Alzheimer und Hilfen")
[weitere] |
Alzheimer ist,
wie alle Erkrankungen des zentralen Nervensystems, eine bisher nicht heilbare
hirnorganische Erkrankung, die viel Leid und Belastung, vor allem für die
unmittelbar Betroffenen und die sie pflegenden und betreuenden Angehörigen
mit sich bringt. Besonders ältere und alte Menschen sind von ihr betroffen.
Der letzte "Bericht zur Lage der älteren und alten Menschen in der Bundesrepublik
Deutschland" trägt nicht ohne Grund den Untertitel "Unter besonderer
Berücksichtigung der wachsenden Zahl Demenzerkrankter". Dieser
Bericht weist die Zahl von ca. 1,6 Millionen Erkrankter, unter Einbeziehung von
Fällen in Frühstadien, aus; diese Zahl ist leider längst überholt.
Geht man von der realistischen Annahme aus, wonach ca. 70-80 % aller Pflegeheimbewohner
an einer Demenz erkrankt sind, und nur ca. 20% aller Demenzerkrankten in Heimen
leben, ca. 80% zu Hause gepflegt und betreut werden, lässt sich heute mühelos
die Zahl von mehr als 1,8 Mio. Erkrankter errechnen. Hierin dürften auch
diejenigen einzubeziehen sein, die "lediglich" an einer natürlichen
Altersdemenz, also an dem altersbedingten Abnehmen der Gehirnleistungsfähigkeit
leiden.
[Lesen Sie hier weiter]
| Demenz-Erkrankungen
- auch ein Teil eines Partei- und Wahlkampfprogramms? |
| | Reform
der Pflegeversicherung – ist sie vertagt? | In
In den Koalitionsverhandlungen ist die Reform der Pflegeversicherung offensichtlich
ausgeklammert worden. Dabei bedarf sie aber der dringenden Reform!
Sie
muss ergänzt werden durch Leistungen für die Betreuung, und darf sich
nicht nur auf den Ersatz von Kosten für die Pflege beschränken! Die
Versorgung auch Demenzerkrankter zu Hause besteht nicht nur aus Pflegeleistungen.
dies weiß und erlebt jeder, der Demenz- Erkrankte versorgt.
Die
Entlastung der pflegenden und betreuenden Angehörigen/Partner sollte daher
auch Bestandteil der Versicherungsleistung sein. .
Mittlerweile bieten Ergotherapeuten/Innen,
Hilfsdienste der karikativen Organisationen (Rotes Kreuz, Caritas u.a.)
und private, fachlich qualifizierte Hilfs- und Betreuungsdienste Leistungen an,
damit die häusliche Betreuung ein langes Verbleiben in der gewohnten häuslichen
Wohnumgebung möglich macht und Angehörige entlastet werden- damit diese
sich auch einmal um sich selbst kümmern, Dinge des täglichen Lebens
erledigen und Freundschaften oder Bekanntschaften pflegen können.
Die
psychische Belastung der Angehörigen ist enorm! Ausgleich durch Freizeit
ist unabdingbar. Zudem sind die Kosten für einen Heimaufenthalte hoch
und belasten die Versichertengemeinschaft erheblich mehr, als die Versorgung durch
Angehörige.
Krankenkassen und Pflegekassen sollten kooperieren und
Ausgleichszahlungen vereinbaren, zumal sich die gesetzlichen Krankenkassen ja
der Vorsorge verpflichtet haben..
Eine Erweiterung der Leistungen der Pflegeversicherung
ist zweifellos nur über Beitragserhöhungen finanzierbar. Die ist,
angesichts der dramatisch steigenden Zahl der Erkrankten und der aus ihr erwachsenden
gesamtgesellschaftlichen Problematik auch zumutbar. | Am
18.09.05 findet die nächste Bundestagswahl statt (vorbehaltlich der Entscheidung
des Bundesverfassungs-gerichts).Die Parteien streiten sich nicht mehr ernsthaft
um Programme, sie stellen nur die eigenen Personalvorschläge auf den
wechselseitigen „Schießstand“! Das übliche Ritual sollte aber nicht
außer Betracht lassen, dass wir in einer überalternden Gesellschaft
leben, die zudem den Respekt vor dem Alter ein wenig verloren hat, in der wir
es mit einer ständig zunehmenden Zahl Demenz-Erkrankter zu tun haben, die
enorme gesellschaftliche Herausforderungen in den kommenden Jahren zur Folge hat..
Nicht nur Ökonomie, die Wiederherstellung der Sozialen
Marktwirtschaft und die Schaffung von Arbeitsplätzen durch eine realitätsbezogene
Wirtschaftspolitik müssen Bestandteile der Wahlprogramme aller Parteien sein;
für unsere, verfassungsgemäß auch auf sozialen Ausgleich und die
Wahrung der Menschenwürde verpflichtete Gesellschaft müssen alle Parteien
den Mut haben, jetzt den Blick auf die dramatische Situation der Demenz- Erkrankten
und ihre Angehörigen zu lenken. Neue Versorgungsstrukturen
und Konzepte, finanzielle Entlastung der betreuenden und pflegenden Angehörigen,
und neue Strukturen in Pflegeheimen und psychiatrischen Kliniken sind gefordert,
auch ein Wandel in dem konsumorientierten Denken einer Gesellschaft, die zu häufig
den materiellen Wert vor die Mitmenschlichkeit stellt. Ein
„Prüfstein“ für die dringend gebotenen Reformen sollte in allen Partei-
und Wahlprogrammen die Verbesserung der Situation der Demenz- Erkrankten in Familien
und Heimen sein. ms |
| Pflegeversicherung:
die Reform ist dringend geboten! | Es
ist unbestreitbar, daß die Pflegeversicherung schon heute der dringenden
Reform bedarf: die wachsende Zahl der Pflegebedürftigen steigt unaufhörlich,
die medizinischen Dienste in ihrer "Zwitter-Funktion" als "unabhängige
Gutachterstellen und Gutachter der gesetzlichen Krankenversicherer (die ja meist
Treuhänder der Pflegeversicherung in Personal- und Funktions-Union sind )
dürfen und sollen nicht in diesem Spannungsfeld zwischen Gebotenem und "Ökonomie"
verheizt werden. Die leider häufige und sehr bedenkliche Einstufungspraxis
gibt Anlaß zu großer Sorge.Erst Recht wegen der darauf folgenden Not
bei Familien mit geringen Einkommen. Aber: eine Reform, die nicht nur
über "scheibchenweise" Beitragserhöhungen erfolgt, muß
auch das Pflegeheimsystem und dessen Ausstattungs- und Finanzierungsgrundlagen
und die Ausbildungsordnungen auf den sofortigen Prüfstand stellen! Jetzt
muß gehandelt werden, unabhängig von dem Ausgang der nächsten
Wahlen. | | Schadensersatz
nach Sturz einer Heimbewohnerin: |
BGH
weist Klage der AOK Berlin ab (AZ: III ZR 399/04): Der Bundesgerichtshof
(BGH) hat eine Klage der AOK Berlin abgewiesen. Die Krankenkasse wollte von einem
Pflegeheim die Kosten erstattet bekommen, die nach dem Sturz einer Heimbewohnerin
entstanden waren. Die Krankenkasse begründete ihre Forderung mit einer Verletzung
der Aufsichtspflicht durch das Pflegeheimpersonal. Der BGH urteilte,
die Obhutspflicht eines Heimes bedeute keine Rund-um-Beobachtung. Pflegeheime
seien dazu angehalten, ihre Heimbewohner vor Unfällen zu schützen, gleichzeitig
aber deren Würde und Selbstständigkeit im Blick zu haben. Konkrete
Schutzmaßnahmen wie das Hochziehen von Bettgittern kämen daher wirklich
nur im Bedarfsfall in Betracht. Die Tageszeitung Die Welt"
berichtet dazu in ihrer Ausgabe vom 29.04.2005: Die Pflege gebrechlicher alter
Menschen würde in Deutschland zunehmend zum Problem. Tausende sind einer
aktuellen Studie zufolge im wahrsten Sinne des Wortes ans Bett gefesselt, werden
aus Zeitgründen des Pflegepersonals 40 bis 50 Prozent mit "potentiell
bewegungseinschränkenden Psychopharmaka behandelt", so Clemens
Becker vom Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus der die Ergebnisse einer aktuellen
Studie, in der Stürze von Patienten in Altenheimen untersucht wurden, vorstellte.
In ganz Deutschland gäbe es etwa 680 000 Bewohner in Altenheimen, von
denen jährlich etwa 30 000 nach Stürzen schwere Verletzungen davontragen.
Der Sozialverband Deutschland fordert, daß die Pflege so gestaltet werden
muß, daß auf freiheitsbeschränkende Maßnahmen verzichtet
werden kann. (Anm.:
Der BHG hat ein sehr weises und auch dringend gebotenes Urteil gefällt: im
Spannungsfeld zwischen den Belastungen der Pflegebediensteten und der Obhutspflicht
darf die Würde der Heimbewohner keinesfalls auf der Strecke bleiben; mechanische
und medikamentöse Fixierungen, wie sie in vielen deutschen Pflegeheimen übermäßig,
und hintergründig aus personellem Gründen und zur Sicherung der Betriebsabläufe,
angewandt werden, werden durch das Urteil aus "der Grauzone" gezogen
und können künftig nicht mehr vorschnell und "scheinheilig"
als "notwendige Maßnahme zum Schutz des Bewohners" bezeichnet
werden! Das Urteil ermutigt hoffentlich Angehörige und Betreuer ("Demenz-Erkrankte
können sich nicht wehren") in Einzelfällen auch die Ermittlungsbehörden
und/oder die Heimaufsichten einzuschalten, und nachhaltig daran zu erinnern, daß
jede freiheitseinschränkende oder freiheitsentziehende Maßnahme, sei
sie durch Psychopharmaka oder mechanisch (Bettgurte, Stuhlbrett, Bettgitter tagsüber,
stundenlanges, festes Heranrücken des Stuhles an den Tisch u.v.a.m.) herbeigeführt,
der Genehmigung durch das Vormundschaftsgericht bedarf, da man damit massiv in
das grundgesetzlich garantierte Freiheitsrecht der Betroffenen eingreift! M.S.)
| | Kurzmeldungen |  | AKTUELL |
Altern in Würde
- auch mit einer Demenz? von Michael Georg Streicher
Wie geht unsere Gesellschaft mit den mittlerweile fast 1,8 Mio Demenzerkrankten
um? Gilt das Grundrecht auf Achtung der Menschenwürde auch für Demenz-Erkrankte?
[bitte lesen Sie weiter]
Neue
Broschüre " Alzheimer und Ethik Teil I" (Herausgeber
Michael Georg Streicher) In der Reihe "Alzheimer und Hilfen"
der Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. ist ein neues Heft "Alzheimer und Ethik"
erschienen. Das Heft enthält ausgewählte Artikel zu ethischen Überlegungen
und zur ethischen Orientierung bei der künstlichen Ernährung durch "percutane
endoskopische Gastrostomie" (PEG-Sonden).Verfasser sind Professor Dr. Ulrich
Eibach, Bonn, sowie Professor Dr. Klaus Zwirner, Saarbrücken
[zur
Bestellmöglichkeit] Neu:
Dokumentation "Sinn-volle Wege aus dem Labyrinth der Demenz" Vorwort
und Einführung: Dr. Christiane Bahr, Salzburg Ein sehr
lesenswertes Kompendium der Ergebnisse der 2. Salzburger Gerontologie Gespräche.
(In einer immer älter werdenden Gesellschaft sind wir alle gefordert, in
dem fast alle Lebensbereiche erfassenden Strukturwandel besonders den Demenz-Erkrankten
mit neuen Konzepten, Strategien und Ideen ein menschenwürdiges Leben zu sichern)
Hrsg. Bildungszentrum St. Virgil, A 5026 Salzburg, Ernst-Grein-Straße 14
Rheinland Pfalz will die "Pflegebürokratie" entschlacken:
Die Landesregierung will die Pflegedokumentationen vereinfachen und
die Pflegekräfte von Verwaltungstätigkeiten entlasten, damit mehr Zeit
für die Heimbewohner zur Verfügung steht. Die Vereinfachungsvorschläge
seien zwar nicht bindend, wären aber sehr geeignet, den Pflegekräften
einen erheblichen Teil der pflegefremden Aufgaben abzunehmen, ohne damit die Qualität
der vorgeschriebenen Dokumentation zu beeinträchtigen. (Kommentar:
ein sehr guter Ansatz, der viele Nachahmer finden sollte!)
Bundesstadt
Bonn: Neu: Im Amt für Soziales und Wohnen ist eine neue Sachgruppe
"Hilfe zur Pflege" eingerichtet worden., in der die Gewährung
von Hilfe zur Pflege in der häuslichen Umgebung (nicht in Einrichtungen)
und gfls. notwendige zusätzliche Hilfe zum Lebensunterhalt bearbeitet wird.
Ansprechpartnerinnen sind Frau Ebert (unter Tel. 77 4938) und die Sachgruppen
leiterin Frau Lüdtke (Tel. 77 4739). Die Dienststelle befindet sich
in der Hans-Böckler-Str. 5 in Bonn-Beuel. Die Büros befinden sich in
der 3. Etage (Zi. 315 u. 318). "Demenz
wird Volkskrankheit" Nach einer Meldung von dpa (in "Die
Welt" vom 10.01.2005) prognostizierte Mathias Berger vom Universitätsklinikum
Freiburg auf einem Kongreß der Bundesärztekammer in Berlin, daß
jeder vierte Deutsche Experten zufolge einmal Symptome einer Demenz entwickeln
würde. Im Jahr 2040 müßten allein für Demenzerkrankungen
wie Alzheimer die gesamten Gesundheitskosten des Jahres 2000 aufgewendet werden.
Haftpflichtversicherung:
Üblicherweise hat jede Familie eine private Haftpflichtversicherung
als Familienversicherung. Einige Versicherungsgesellschaften vertreten die Auffassung,
dass der Versicherungsschutz für das Mitglied nicht mehr gilt, wenn die/der
Betreffende nicht mehr im Haushalt, sondern in einem Pflegeheim lebt. Fragen
Sie daher vor einem Umzug in ein Pflegeheim bei Ihrer Versicherungsgesellschaft
unbedingt nach und lassen Sie sich den Versicherungsschutz schriftlich bestätigen.
Der Rosenkavalier
Literaturhinweis: Lesenswert: "Demenzkranke Menschen pflegen"
Grundlagen, Strategien und Konzepte, Sven Lind 1. Auflage 2003 Verlag Hans
Huber, Bern Unser Kommentar: Ein hervorragend geschriebenes,
übersichtliches Buch über die Symptome der Krankheit, den Umgang mit
den Erkrankten, verschiedene Konzepte und Ansätze in der Praxis mit sehr
hilfreichen Anregungen und Vorschlägen. Der sehr sachkundige Autor hat die
Sprache gefunden, durch die auch Laien das komplexe Gebiet der Demenz mit all
ihren Folgen verständlich wird. M.Streicher
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| | Angehörigen-
Schulung: Die Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. wird im Herbst, mit
Unterstützung der Barmer- Pflegekasse, die Seminar-Reihe "Hilfe beim
Helfen" fortsetzen. Die Bundesstadt Bonn wird dabei helfen, ebenso die erfahrenen
Referenten, die sehr wissen, wie und was notwendig ist, um Hilfen vor Ort zu geben. Die
Bürgerstiftung Bonn, die die Sparkasse Köln/Bonn auch zu ihren Förderen
zählen kann, wird mit dem Bürgerpreis, der der Alzheimer Gesellschaft
Bonn e.V. verliehen wurde, dazu beitragen. ms
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Johnson&Johnson:
Studien zu Todesfällen bei Alzheimer-Patienten ! Laut einer
Meldung des Dow Jones Newswires vom 24.01.2005 sei nach zwei klinischen Studien
von Johnson&Johnson Research über eine erhöhte Sterblichkeit bei
Patienten mit lediglich leichter geistiger Beeinträchtigung berichtet worden,
denen das Alzheimer-Mittel Reminyl verabreicht worden sei. Von 2000 Patienten
seien 20 aus unterschiedlichen Gründen gestorben, davon 15 in der mit dem
Mittel Reminyl behandelnden Gruppe. Reminyl sei in derzeit
69 Ländern zur Behandlung von "leichten bis mittleren" Alzheimer-Erkrankungen
zugelassen. Johnson&Johnson ist der Hersteller. "Reminyl
(Galantamin) bei leichten kognitiven Störungen erhöhte Sterblichkeit?"
(Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft informiert)
Galantamin (Reminyl) ist ein Acetylcholinesterasehemmer (ACEH); das Präparat
wird in Deutschland von Janssen-Cilag vertrieben. Bei Patienten mit Alzheimer-
oder anderer Demenz zeigten aus mehreren Studien zusammengefasste Daten eine erhöhte
Sterblichkeitsrate in der Placedogruppe (kardiovaskuläre Krankheiten, z.B.
Myokardinfarkt, Apoplex) [ Lesen
Sie hier weiter ]
| |
| | Gesetzliche
Haft- und Unfall- versicherung für Ehrenamtliche
Das Land NRW übernimmt die Kosten für eine gesetzliche Haft- und
Unfallversicherung für ehrenamtlich Tätige. Dies betrifft nicht diejenigen,
die bereits über ihre Organisationen (z.B. Sportvereine, kirchliche und soziale
Organisationen) versichert sind. Begünstigt sind insbesonders kleinere
Initiativen und Gruppen. Ehrenamtlich Tätige brauchen
sich erst im Schadensfall bei der gesetzlichen Versicherung melden.
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März 2004:
"Brandbrief": Warnhinweis bei RISPERDAL
durch den Hersteller: Pharmafirma Janssen-Cilag GmbH - Wirkstoff: Risperidon
In einem "Brandbrief" an die Ärzte gibt der Hersteller
Cilag-Janssen Warnhinweise und "ergänzt "Warnhinweise und Vorsichtsnaßnahmen
für die Anwendung bei älteren Menschen mit Demenz":
Darin heißt es: "In plazebo-Kontrollierten Studien bei
älteren Patienten mit Demenz war die Inzidenz von zerebrovaskulären
Ereignissen einschließlich Insult (auch mit Todesfolge) und transistorischen
ischämischen Attacken (TIA) bei den mit RISPERDAL behandelten Patienten
signifikant höher als im Vergleich zu den Patienten, die Plazebo erhielten
(mittleres Alter 85 Jahre; Altersspanne 73-97 Jahre). Weiter heißt
es: " Vom behandenden Arzt sind die Patienten bzw. deren Betreuer darauf
hinzuweisen, dass sie Anzeichen von Erschlaffung, Taubheit im Gesicht, Armen oder
Beinen sowie Sprach- und Sehstörungen unverzüglich berichten sollen.
Ohne Verzug sind alle Behandlungsmöglichkeiten einschließlich Abbruch
der Therapie abzuwägen". [siehe
auch Medizin] [mehr] | |
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Arbeitskreis "Betreuungsrecht" der Alzheimer
Gesellschaft Bonn e.V. Auf vielfachen Wunsch wird der
neu gebildete Arbeitskreis "Betreuungsrecht" der Alzheimer Gesellschaft
Bonn e.V. im neuen Jahr einen Grundkurs Betreuungsrecht an 4-5 Abenden anbieten.
Er richtet sich an Betreuer sowie interessierte Bürger.
Neben einer Einführung werden die Aufgabengebiete ("Wirkungskreise")
Gesundheitsfürsorge, Aufenthaltsbestimmungsrecht und Vermögenssorge
Themenschwerpunkte des Grundkurses, der mit einem Teilnehmerzertifikat endet.
Interessenten melden sich bitte schon jetzt an. [Adresse
hier] Sie erhalten rechtzeitig im neuen Jahr die notwendigen
Kursinformationen. [Arbeitskreise]
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| | | | "Hilfe
beim Helfen" - Angehörigenseminare im Frühjahr 2005
Fachleute geben Angehörigen Hilfen und Rat zur häuslichen
Versorgung und Betreuung von Demenz-Erkrankten (Die Teilnahme ist kostenlos)
Programm und Termine bei: Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V.
, Postanschrift: Clemens-August Straße 24, 53115 Bonn oder
online! [zum Bestellformular klick hier]
| |
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| | Mehr
Information und Beratung für Angehörige von Demenz-Erkrankten!
- Schulung von Angehörigen zum besseren Umgang mit der Krankheit
und den Erkrankten - | |
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Wie
bei vielen anderen Krankheiten auch, haben Betroffene nicht plötzlich "von
heute auf Morgen" Alzheimer oder eine andere Demenz-Erkrankung. Die Krankheit,
die viele Jahre klinisch stumm ist, also in den Betroffenen "ruht",
bevor sie sich durch verschiedene Symptome bemerkbar macht, verunsichert und verängstigt
natürlich in erster Linie die unmittelbar Betroffenen, macht aber auch die
mit ihnen lebenden Angehörigen unsicher und zunehmend Rat und Hilfe suchender.
Viele lokale Alzheimer-Gesellschaften und Gruppen bieten wertvolle Informationen
in Angehörigen-Gruppen an. Das Angebot an Broschüren von verschiedenen
Organisationen und auch Firmen ist mittlerweile derart umfangreich, dass sich
viele überfordert fühlen, zumal sie im Alltag, der ja durch die zunehmenden
Defizite bei den Erkrankten, durch Sorge und Ängste geprägt ist, kaum
Zeit zum Lesen finden und sich neben dem täglichen Erleben der Erkrankung
auch noch mit dem - erschreckenden - theoretischen Wissen befassen wollen. [Lesen
Sie hier weiter] | |
| | Angehörigen-
Gruppen der Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V.,
zusammen mit anderen Trägern: | |
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Aussprache,
Information, Hilfen - sind die Angebote der informellen Treffen, die jedem Interessierten
und Betroffenen offen stehen; eine Voranmeldung ist nicht notwendig.
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Die
aktuellen Forschungsmeldungen:
Nobelpreis
für Forscher aus den USA und Israel für ihre grundlegenden Arbeiten
zum Abbau von defekten Proteinen Defekte Proteine sind die
Ursachen auch von Alzheimer und Parkinson. Werden sie im menschlichen Gehirn nicht
richtig "entsorgt", wobei das Enzym Ubiquiten eine maßgebliche
Rolle bei der Entsorgung spielt, verklumpen sie sich zu sog. Plaques, die zum
Absterben von gesunden Gehirnnervenzellen, und damit zum Verlust von lebenswichtigen
Funktionen des Gehirns, führen. |
[zum Archiv]
| Literaturhinweis:
Empfehlenswerte Lektüre im Kontext Pflegeheime, Psychiatrie
etc.: "Fixierung erregter Personen - Todesfälle
in Klinik und Gewahrsam" (Restraints of Excited Persons- Sudden
Death in Hospital and Custody) |
Hrsg.
Klaus Steffen Saternus u. Gerhard Kernbach-Wighton Verlag Schmidt-Römhild,
Lübeck Das Buch beleuchtet anhand zahlreicher Fallbeispiele
die Folgen, die Fixierungen wie z.B. Rumpf- und Gliedmaßengurte in der (Geronto-)Psychiatrie
nach sich ziehen können. Der Verlag schreibt hierzu: "Eine interdisziplinäre
Experten-Tagung in Göttingen, bei der sowohl praktisch-forensische als auch
klinische Fragen zur Sprache kamen, ist Ausgangspunkt dieses Werkes. Wertvolle
Fortbildungslektüre nicht nur für Ärzte, sondern auch für
alle Berufsgruppen im Kontext Altenpflege und Psychiatrie."
Anmerkung:
Es ist bekannt, daß in Pflegeheimen und psychiatrischen Kliniken häufig
mechanisch und medikamentös fixiert und "sediert" wird. Demenzkranke,
die "agil", also sehr unruhig, oder gar aggressiv sind, werden, ohne
daß andere, weit minderschwere Maßnahmen oder Hilfen (Spazierengehen,
Beschäftigung, Beruhigung durch ruhige Worte etc.) als absolut vorrangig
in Erwägung gezogen und ausprobiert werden (häufiges Argument: Personalmangel),
auf vielfältige Weise ruhig gestellt. Wir weisen auch auf unsere Broschüren
> Alzheimer und Recht I und II und
> Alzheimer und Medikamente hin.
Das Werk gibt hoffentlich einen Anstoß für ein breites Nachdenken über
diesen meist inhumanen Umgang mit den, durch die Krankheit immer hilfloser werdenden,
Demenz-Erkrankten. |
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