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Die Alzheimer
Gesellschaft Bonn e.V.
ist Träger des
Bürgerpreises 2004
der Bundesstadt Bonn
und der
Bürgerstiftung Bonn.
 
Forschern gelingt Durchbruch bei Alzheimer - "Die Welt vom 6. April 2007"

 
Bislang galt die Krankheit, die innerhalb von fünf bis zehn Jahren zum Tode führt, als unheilbar: Doch jetzt konnten Berliner Forscher die Entstehung des giftigen Stoffes verhindern, das Nervenzellen zerstört und damit Alzheimer verursacht.

Herbstmeditation 2007Die Diagnose der Krankheit ist schwierig, da die Symptome uncharakteristisch sind und normalen Alterserscheinungen ähneln. Am Anfang stehen Gedächtnisstörungen, später kommen Orientierungsstörungen, Unruhe, Sprachstörung, Störung von Handlungs- und Bewegungsabläufen hinzu. Am Ende der Alzheimer'schen Krankheit stehen der völlige Verfall der Persönlichkeit und absolute Pflegebedürftigkeit.

Berliner Wissenschaftler haben einen „bedeutsamen Fortschritt“ bei der Erforschung der Alzheimer-Krankheit gemeldet. Wie die Forschungsgruppe vom Institut für Chemie und Biochemie der Freien Universität (FU) mitteilte, fand sie in Laborversuchen einen Weg, um das Entstehen des Alzheimer-verursachenden Stoffes zu blockieren. Ihr Forschungsansatz könnte demnach helfen, neue Medikamente zu entwickeln. Die bislang unheilbare Alzheimer-Krankkeit führt innerhalb von fünf bis zehn Jahren zum Tode. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzte die Zahl der Kranken weltweit auf 24 Millionen Menschen.

Weiterführende Links

Nach Angaben des Biochemie-Professors Gerd Multhaup konnten die Forscher in Laborversuchen weitgehend die Entstehung des giftigen Amyloid-Beta-Peptids Ass42 verhindern, das Nervenzellen zerstört und damit Alzheimer verursacht. Um die Bildung des Peptids Ass42 zu blockieren, veränderten die Doktorandin Lisa Münter und die anderen Mitglieder des Teams den Zerfall der Vorläuferproteine, aus denen sich der gefährliche Stoff bildet. Dabei entstanden kürzere, nicht mehr giftige Peptide und kaum noch das Alzheimer-verursachende Ass42. Das Verfahren wurde zum Patent angemeldet. Veröffentlicht wurde die Studie Ende vergangenen Monats in der Fachzeitschrift“ The EMBO Journal“.

AFP/OC
 

"Altern in Würde"
Vortragsveranstaltung zum "Welt- Alzheimertag" am 21.09.2007 in SUNRISE Domizil für Senioren- Villa Camphausen, Bonn-Bad-Godesberg.

Eine Gemeinschafts- Vortragsveranstaltung der Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. und der SUNRISE Domizil f. Senioren

Referent: Rechtsanwalt Michael G. Streicher Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V.
 



 
Deutsches Gesundheitsfernsehen - "Leben mit Alzheimer"
zum VideoclipTV-Sender DGF - Deutsches Gesundheitsfernsehen, Hamburg.

Sendung aus der Reihe "Wissen": DGF-Wissen-Alzheimer Spezial" im Juni 2007. Eine sehr sorgfältig recherchierte, ausführliche Sendung zum Thema "Alzheimer", die viele Hinweise zum Umgang mit der Krankheit und den Erkrankten gibt, zudem eine wertvolle Verständnishilfe ist".

[zum Videoclip im WMV - Format]

Interviews mit betroffenen Angehörigen, Frau Anne-Beate Kremer-Hartmann, Leiterin des Itzel-Sanatoriums Bonn, Priv.Doz. Dr. Frank Jessen, Leiter des Diagnosezentrums, Uniklinikum Bonn und Rechtsanwalt Michael G. Streicher, Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V.

Pflegeurlaub
 
Kommt ein zumindest 10-tägiger "Pflegeurlaub" für pflegende und betreuende Angehörige von Demenzkranken im Zuge der Reform der Pflegeversicherung?
 
Kaum angedacht, schon melden sich verschiedene Berufsgruppen; Beamte sollen gleich behandelt werden. Ja, warum nicht, der Gleichbehandlungs-/Gleichheitsgrundsatz unserer Verfassung gebietet dies. Aber, wieso jetzt schon Streit über den Empfängerkreis, wenn noch nicht einmal geklärt ist, wie dieser "Urlaub" überhaupt finanziert werden soll?
 
Apropos "Pflegeurlaub": da haben sich die Auguren wieder einmal in der Wortwahl vergriffen! Um einen "Urlaub" im wahrsten Sinn des Wortes dürfte es sich bei der "Auszeit" nicht handeln. Vielmehr sollen pflegende und betreuende Angehörige  die Möglichkeit erhalten, zumindest während einiger weniger Tage Doppelbelastungen, wie sie durch die Betreuung eines Erkrankten und berufliche Tätigkeiten unvermeidlich sind, zu vermeiden, damit er/sei sich auf die menschlich ohnehin dramatische Versorgung eines Betroffenen einstellen, sich beraten lassen und sich "organisieren" kann- von Urlaub wahrlich keine Rede!
 
Diese wenigen Tage sind das Mindeste! Gerade in den Anfangsstadien der Erkrankung sind Angehörige psychisch enorm gefordert, weil sie erst einmal mit den zunehmenden Defiziten bei dem/der Erkrankten  fertig werden müssen; sodann kommen weitere Defizite hinzu, die mehr und mehr der Hilfe und des Einsatzes der Angehörigen bedürfen.Und gerade die häusliche Pflege, Betreuung und Versorgung haben Vorrang! Ein Heimaufenthalt ist nicht angesagt, im Gegenteil: die häusliche Versorgung muß Priorität haben ! Die Hilfe durch Organisationen, Nachbarn und Freunde ist noch nicht hinreichend organsiert, von der Kostenseite her ohnehin nicht.
 
Jetzt gilt es, erst einmal das grundsätzliche Einvernehmen zwischen Bund und Ländern, zwischen Krankenkassen und der Pflegeversicherung, sowie unter den Tarifparteien herzustellen, damit diese dringend erforderliche Entlastung auch tatsächlich und bald kommt.
 
Michael G. Streicher
 
Pflegeurlaub für pflegende und betreuende Angehörige von Demenz-Erkrankten

Viele Angehörige von pflegebedürftigen Demenz-Erkrankten sind berufstätig. Dies führt zu erheblichen, gesundheitlichen Doppelbelastungen. Aus einem Krankheitsfall wird dadurch häufig ein zweiter!

Die Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. fordert daher, dass Angehörige etwa ½ Jahr von ihrer Berufstätigkeit von ihren Arbeitgebern freigestellt werden können und Zahlungen von den Krankenkassen erhalten, damit sie keine finanziellen Einbußen haben.

Michael Streicher, 30.08.2007
 

Pflege im Alter wird zum großen Risiko
Die Leistungen in der Heimbetreuung oder in häuslicher Pflege sind nach wie vor oft mangelhaft. Selbst nach der Erhöhung des gesetzlichen Pflichtbeitrags im kommenden Jahr dürfte sich die Lage nur wenig bessern. Die Kosten steigen zu schnell. Eine private Zusatzpolice kann finanzielle Lücken schließen

Jeder dritte Pflegebedürftige wird nicht angemessen mit Essen und Trinken versorgt. Und rund 35 Prozent der Heimbewohner sowie 42 Prozent der ambulant Versorgten werden nicht oft genug umgebettet. Diese Zahlen klingen dramatisch. Haben wir einen Pflegeskandal in Deutschland?

Der Medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen, der am Freitag seinen Bericht zur Pflegequalität veröffentlichte, streitet dies vehement ab. Seit dem ersten Pflegebericht 2004 habe sich der Anteil der "akut unzureichenden Pflegezustände" bei Heimbewohnern von 17 auf 10 Prozent verkleinert. Weitere Verbesserungen seien durch die Pflegereform der Bundesregierung zu erwarten.

Dennoch stellt sich für jeden Pflegeversicherten, der Monat für Monat 1,7 Prozent seines Bruttogehalts in die Pflegekasse zahlt, die Frage: Bin ich ausreichend versichert? Was geschieht, wenn ich eines Tages ans Bett gefesselt bin und meine Familie mir nicht helfen kann? Dass der Pflegebeitrag Mitte 2008 auf 1,95 Prozent angehoben wird, dürfte kaum ausreichen, um erforderliche Leistungen zu finanzieren - gutes Personal nach Hause zu bestellen oder einen Heimplatz zu finanzieren. Vor diesem Hintergrund entscheiden sich viele Menschen für eine private Zusatzversicherung, die einspringt, wenn die gesetzliche nicht ausreicht.

Vor allem für die häusliche Pflege kann sich eine solche Police lohnen. Denn wer stattdessen in ein teureres Heim wechselt, steht nicht unbedingt besser da: Der Medizinische Dienst ermittelte, dass es keinen Zusammenhang zwischen Kosten und Qualität der Pflegeheime gibt. Überhaupt mangele es in den Heimen an Transparenz.

Der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Willi Zylajew, nimmt die Pflegeheime jedoch gegen Kritik in Schutz: "Die Heime optimieren, wo sie können", sagt er. Stattdessen trage der Medizinische Dienst der Kassen eine Mitschuld an der schlechten Pflegesituation. "Der Dienst braucht manchmal Monate, um einen Pflegefall zu bewilligen und einzustufen", sagt er. In dieser Zeit seien Betroffene und deren Verwandte auf sich gestellt. Das werde sich allerdings mit der Pflegereform, die für die Einstufung eine maximale Dauer von fünf Woche vorsieht, ändern.

Der Nutzen einer Pflegezusatzversicherung

Auch mit einer privaten Zusatzpolice ist man auf eine zügige Einordnung in eine der Pflegestufen angewiesen. "Grundsätzlich aber ist eine Pflegezusatzversicherung eine vernünftige Sache", sagt Lilo Blunck, Geschäftsführerin des Bundes der Versicherten. Allerdings nur für Menschen, die bereits die anderen Grundrisiken abgesichert haben, also eine Haftpflicht- und eine Berufsunfähigkeitsversicherung haben sowie je nach familiärer Situation über eine Risikolebensversicherung zum Schutz der Hinterbliebenen verfügen. "Dann ist eine Pflegezusatzversicherung meist sogar wichtiger als eine Hausratversicherung."

Dies liegt vor allem daran, dass die Summen, um die es bei der Pflege geht, weitaus höher ausfallen können als ein Schaden am Hausrat. So kostet ein Pflegeplatz für die stationäre Betreuung in der Pflegestufe III nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Durchschnitt 2706 Euro. In einzelnen Regionen sind die Kosten sogar noch weit höher. So liegen sie in Nordrhein-Westfalen beispielsweise bei 3101, in Hamburg bei 3010 Euro. Am günstigsten ist die Pflege dagegen in Sachsen und Sachsen-Anhalt mit durchschnittlich 2250 Euro.

Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung sind dagegen bundesweit einheitlich. Und sie reichen nirgends, um die tatsächlichen Kosten abzudecken. So zahlt sie für Pflegefälle der Stufe III bei stationärer Pflege nur 1432 Euro. In diesem Fall bleibt also eine Lücke von 1274 Euro monatlich, bezogen auf die Kosten von 2706 Euro für einen Heimplatz. Diesen Betrag müssen die Pflegebedürftigen aus eigener Tasche tragen. Können sie dies nicht, so kommt das Sozialamt dafür auf, holt sich das Geld dann aber unter Umständen von den Angehörigen wieder zurück.

Eine private Pflegezusatzversicherung kann helfen dies zu verhindern. Die Kunden haben die Wahl zwischen drei Varianten. Eine sogenannte Pflegekostenversicherung kommt bei stationärer Pflege für die Differenz zwischen den Leistungen der staatlichen Pflegeversicherung und den tatsächlichen Kosten der Pflege auf, wobei entweder ein Höchstbetrag in Euro oder eine prozentuale Höchstleistung festgelegt ist. Ein Nachteil dieser Versicherungsart ist, dass sie nur nach Vorlage entsprechender Rechnungen zahlt und bei der häuslichen Pflege durch Angehörige oder andere Privatpersonen meist nur geringe Leistungen erbringt.

Für einen solchen Fall sorgen Versicherte mit einer Pflegetagegeldversicherung besser vor. Sie zahlt im Pflegefall einen fest vereinbarten Betrag, der dem Versicherten zur freien Verfügung steht. Er kann ihn also sowohl für die stationäre Pflege verwenden als auch für die Pflege durch Angehörige oder andere Privatpersonen. "Versicherte sollten jedoch darauf achten, dass die Leistungen bereits ab Pflegestufe I einsetzen, nicht erst ab Pflegestufe III", sagt Lilo Blunck.

Versicherte sollten auch darauf achten, dass sich die Leistung der Versicherung an der Feststellung der Pflegestufe durch den Medizinischen Dienst orientiert. Zudem sollte die Police die Möglichkeit einräumen, ohne erneute Gesundheitsprüfung den Versicherungsschutz zu erhöhen.

Von der dritten Variante einer privaten Pflegeversicherung, der sogenannten Pflegerentenversicherung, rät Lilo Blunck dagegen nachdrücklich ab. Dabei handelt es sich um die Kombination einer Pflegeversicherung mit einem Sparvertrag. "Für den Sparanteil bekommen die Kunden jedoch keine gute Rendite", sagt Blunck. Wer Geld anlegen möchte, sollte dies lieber auf einem anderen Wege tun.

Die Leistungen in der Heimbetreuung oder in häuslicher Pflege sind nach wie vor oft mangelhaft. Selbst nach der Erhöhung des gesetzlichen Pflichtbeitrags im kommenden Jahr dürfte sich die Lage nur wenig bessern. Die Kosten steigen zu schnell. Eine private Zusatzpolice kann finanzielle Lücken schließen.

Bericht in der Tageszeitung „Die Welt“ vom 02.09.2997
 

Partei fordert TÜV für Pflegeheime
 
Durch die erschreckenden, jüngsten Meldungen über inhumane, ja katastrophalen Zustände und Mißstände in manchen Pflegeheimen will die Politik nun endlich reagieren und quasi einen TÜV für Pflegeheime einführen, die Kommunen sollen die Kontrollen verschärfen und Mißstände abgestellt und verfolgt werden, eine längst überfällige Erkenntnis und Absicht, die hoffentlich nicht nur ein "Lippenbekenntnis" ist Wir haben dies bereits seit Jahren gefordert.
 
Die Alzheimer Gesellschaft fordert aber auch, daß die vielen Heime, die vorbildlich Konzepte haben und diese auch umsetzen, ein Gütesiegel, ähnlich den Sternen im Hotelgewerbe oder in Plakettenform, verliehen bekommen. [bitte lesen Sie hier weiter]
 
Michael G. Streicher
 
Pflege in Deutschland
So schlimm ist es wirklich
 
„Offizieller Schockbericht- die Pflegeschande“
„Aufstand der Alten“
Wird es wirklich so schlimm wie im TV-Schocker?
Altenheim-Skandal - Patienten krankgemacht und abkassiert?

Und häufig bleibt erst die Sorgfalt, dann die Menschlichkeit auf der Strecke. Bitteres Geständnis einer Pflegeschwester: „Wir müssen Hilfesuchende viel zu oft abweisen und sagen: Machen Sie sich in die Windel, ich kann jetzt nicht!“

Pflege in Deutschland – so schlimm ist es wirklich! BILD zitiert vorab aus dem neuesten Prüfbericht (wird heute vorgestellt) des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDS):

• In Heimen wird jeder dritte Patient (35,5 %) nicht häufig genug umgebettet. Folge: Er liegt sich wund (Dekubitus). Pflegedienste, die Pflegebedürftige zu Hause versorgen, machen diesen Fehler sogar noch häufiger. 42,4 % der ambulanten Pflegefälle bekommen keine angemessene Dekubitus-Vorsorge!

• Jeder dritte Pflegefall (Heime: 34,4 %; ambulant: 29,6 %) bekommt nicht genug zu essen und zu trinken! Grund: Zeitnot. Dass die Pflegebedürftigen rapide an Gewicht verlieren, stellt das Pflegepersonal angeblich nicht fest.

• Selbst Windeln wechseln fällt dem Zeitdruck zum Opfer! Keine angemessene Inkontinenzversorgung diagnostizierten die Kassenprüfer bei 15,5 % der Heimbewohner (ambulant: 21,5 %).

• Besonders schlecht werden häufig Altersverwirrte gepflegt. Ihre Betreuung ist sehr zeitaufwendig. 30,3 % der demenzkranken Heimbewohner (ambulant: 26,1 %) wurden nicht vernünftig versorgt!

Ihren letzten Pflege-Prüfbericht hatten die Krankenkassen 2004 vorgelegt. Schon damals eine Bilanz des Grauens!

Pflegenotstand

In dem jetzt veröffentlichten „Bericht zur Pflege“ der medizinischen Dienste liest man Erschreckendes zur Pflege, Versorgung und Betreuung Pflegebedürftiger ! Die „Bild-Zeitung berichtet in ihrer heutigen Ausgabe (31.08.2007) unter der Überschrift „ Offizieller Schockbericht- Die Pflegeschande“ über Missstände in manchen Pflegeheimen.

Demenz- Erkrankte würden nicht ausreichend mit Nahrung und Flüssigkeit versorgt, Beschäftigung und Betreuung fänden nicht statt, Demenz-Erkrankte würden häufig nur liegen, mit der Folge von Druckgeschwüren (Dekubiti).

Die Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. hat wiederholt auf Missstände, personelle Unterbesetzung, Mängel in der Ausbildung der Pflegekräfte und mangelhafte Versorgungs- und fehlende Betreuungskonzepte in vielen Heimen hingewiesen.

Es ist allerhöchste Zeit, dass die Aufsichtsbehörden eingreifen und Pflegeheime, die humane und auf die Krankheit bezogene Konzepte haben und umsetzen, ein Gütesiegel verliehen bekommen, Pflegeheime, die derart inhuman mit Hlfbedürftigen umgehen, müssen, wenn sie nicht in angemessener Frist ihre Praxis ändern, geschlossen werden. Auch die Heimaufsicht ist hoffentlich alarmiert und kontrolliert häufiger und unangemeldet !

(Michael Streicher 31.08.07)

Geändert hat sich wenig. MDS-Geschäftsführer Peter Pick zu BILD: „Wir haben in einer
Reihe vonPflegeheimen nach wie vor Riesenprobleme. Es herrschen katastrophale Zustände: Dort ist die Pflege gesundheitsgefährdend.“

Wird sich an der mangelhaften Pflege-Qualität durch die geplante Pflegereform etwas ändern? Experte Pick: „Da die Qualitätsberichte des Medizinischen Dienstes künftig veröffentlicht werden, entsteht Druck: Schlechte Heime bekommen durch die neue Transparenz ein Problem.“

Wie Qualitätsprüfungen Pflegebedürftigen helfen, zeigt das Beispiel einer 69-jährigen Heimbewohnerin im MDS-Bericht. Als die Kassenprüfer die alte Dame das erste Mal besuchten, hatte sie sich durchgelegen, war unterernährt (50 kg bei 168 cm Körpergröße) bekam Schmerzmittel, einen künstlichen Blasenausgang (Katheter).

Die Prüfer beanstandeten gravierende Pflegemängel. 13 Monate später hatte das Heim reagiert: ie Patientin hat zugenommen (63 kg), die wunden Stellen sind verheilt,
der Katheter entfernt.

Aber das ist leider nur ein Einzelfall...

Bericht in der Tageszeitung „Bild“ vom 31.08.07

Pflegebericht
In Zukunft mehr Schwerstpflegefälle in Heimen

 
Der Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen, Eberhard Wille, prognostiziert eine alarmierende Entwicklung: Die Zahl der Pflegebedürftigen wird weiter steigen, die Pflege damit noch teurer. 2030 wird es fünf Mal so viele Schwerstpflegebedürftige geben wie heute.
 
WELT ONLINE: Herr Wille, wie wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen in den nächsten Jahren entwickeln?

Eberhard Wille: Derzeit sind etwas mehr als zwei Millionen Menschen pflegebedürftig. Bis zum Jahr 2030 werden es drei Millionen sein. Besonders dramatisch wird es bei den über 85-Jährigen. Heute sind drei Prozent der über 85-Jährigen pflegebedürftig, 2030 fünf Mal so viele. Wenn dazu die Lebenserwartung noch steigt, wenig Einwanderer kommen und die Geburtenrate weiter sinkt, dann wird sich die Zahl sogar versechsfachen.

WELT ONLINE: Wie verändert sich in Zukunft die Art der Pflege?

Wille: Die leichten Fälle werden nach wie vor zu Hause gepflegt. In der höchsten Pflegestufe III, also bei schweren Fällen, werden aber inzwischen immer mehr Menschen im Heim gepflegt. Tendenz steigend. Über 50 Prozent der Schwerstpflegefälle werden stationär versorgt.

WELT ONLINE: Was muss man tun?

Wille: Wir brauchen mehr und mehr gut ausgebildete Pflegekräfte. Für viele Krankenhäuser, die jetzt zu viele Betten haben, ist das eine Chance. Sie haben das nötige Wissen und könnten sich umorientieren. Wegen der steigenden Nachfrage nach Pflegekräften steigen die Preise für Pflegeleistungen. Die Arbeit in diesem Bereich ist sehr beschäftigungsintensiv und kann nicht durch Maschinen ersetzt werden. Preissteigerungen können also nicht durch Rationalisierungen aufgefangen werden. Sie werden voll an Patienten, Angehörige und die Sozialkassen weitergegeben.

WELT ONLINE: Wie kann der zusätzliche Personalbedarf legal gedeckt werden?

Wille: Sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten im Haushalt sind ja teilweise steuerlich absetzbar. Das hilft aber nicht allzu viel. Eine ausgebildete Pflegekraft kostet im Monat zwischen 2500 und 3000 Euro. Osteuropäische Krankenschwestern arbeiten aber teilweise illegal schon für 1000 Euro. Diesen Unterschied kann man mit keiner Steuergutschrift beseitigen. Für viele Angehörige wird es also zur Schwarzarbeit keine finanzierbare Alternative geben, weil für sie die zeitaufwendige Pflege durch eine deutsche Fachkraft einfach nicht bezahlbar ist.
 
WELT ONLINE: Müssen wir uns mit steigenden Pflegekosten abfinden?

Wille: Wir müssen uns daran gewöhnen. Die Frage ist nur, wer die Mehrkosten trägt: die Angehörigen oder der Steuerzahler.
 
Bericht aus der Tageszeitung „Die Welt“ vom 31.08.2007
 

Ärztekammer-Chef fordert Alzheimer-Abgabe

 
Beim Kauf eines Arzneimittels soll jeder 50 Cent für die Erforschung von Alzheimer zahlen. Das will der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe. Derzeit gibt es 1,2 Millionen Demenzkranke in Deutschland. Zwei Drittel von ihnen leidet an Alzheimer.

Der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, hat eine „Alzheimer-Abgabe“ auf Medikamente für eine verbesserte Demenzforschung gefordert. Er halte die Idee, beim Kauf von Arzneimitteln eine 50-Cent-Abgabe für die Alzheimer-Forschung zu zahlen, wie sie derzeit in Frankreich diskutiert werde, für sehr sinnvoll, sagte er der „Passauer Neuen Presse“. Schon jetzt gebe es eine Unterversorgung von Demenzkranken in Deutschland. Bei einer moderaten Steigerung der Lebenserwartung müsse bis 2040 mit 2,2 Millionen Fällen von Demenz in der Bundesrepublik gerechnet werden. Falls es einen Durchbruch in der Behandlung von Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen gäbe, könnte diese Zahl auf drei Millionen anwachsen. „Die bisher veranschlagten Mittel in der öffentlich geförderten Forschung reichen nicht aus“, betonte Hoppe. Notwendig sei eine gesamtgesellschaftliche Kraftanstrengung.

Schlagworte: Demenz ist ein langsam voranschreitender Prozess, der sich meist über Jahre erstreckt. Es kommt zu chronisch fortschreitenden, degenerativen Veränderungen des Gehirns. Bei Demenzkranken sind beispielsweise Verschlechterungen der Gedächtnisleistung, des Denkvermögens, der Urteilsfähigkeit und der Orientierung festzustellen. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums leben derzeit etwa 1,2 Millionen Demenzkranke in Deutschland. Zwei Drittel von ihnen leiden an Alzheimer, der häufigsten Form der Demenz.
 
Bericht aus der Tageszeitung "Die Welt" vom 25.08.2007
  

Reform der Pflegeversicherung

 
Sie kommt, die Reform, aber erstens anders, und zweitens, als man denkt: sie wird in der Erhöhung der Beitragssätze bestehen, an dem Leistungskatalog wird sich vermutlich nichts ändern. Es sei denn, die Sätze für die häusliche Pflege würden auch erhöht. Dies ist aber dringend geboten, da die Kosten für den Heimaufenthalt der durchschnittliche Einkommensempfänger nicht mehr ausgleichen kann.. Zunehmend wird wieder die (alte) Sozialhilfe gefragt.

Zu einer wirklichen, realitätsbezogenen Reform gehört aber auch die Einbeziehung der sog. "niedrigschwelligen" (Unwort des Jahres ??) Leistungen, für Betreuung und Beschäftigung Demenz-Erkrankter zuhause in der gewohnten Umgebung, in der sich die Betroffenen wohl, sicher und geborgen fühlen.

Auch die Anhebung der Ersatzleistungen für die häusliche Pflege auf das Niveau der Heimkosten ist überfällig, auch die Einstufungspraxis der medizinischen Dienste !.

Der Weg in eine "ergänzende Riester-Pflege" ist sicher ein sinnvoller Weg zur Eigenvorsorge;

Zukünftige Generationen können und sollen sich für das Risiko einer schweren Erkrankung im Alter absichern können; dazu bedarf es aber keiner "Reform" der Pflegeversicherung, sondern einer sorgfältigen Aufklärungskampagne ! Dazu bedarf es aber auch keiner weiteren Pflichtversicherung durch den Staat.

Und natürlich bedarf es finanzierbarer Angebote der privaten Versicherer.

Jetzt muß aber gehandelt werden, damit der sog. "Haushaltsfreibetrag" in einen wirksamen " Pflege- und Betreuungsfreibetrag " umgewandelt wird und die Leistungen aus der Pflegeversicherung dem tatsächlichen Bedarf der pflegenden und betreuenden Angehörigen angepaßt wird; das gegenwärtige "System" treibt die Demenz-Erkrankten geradezu in die Heimpflege, die so, wie bisher, nicht mehr privat finanzierbar ist.

Michael G. Streicher Juni 2007
 

Achten Sie bitte auch auf den Terminkalender 2007
Demenz - was ist das eigentlich? Therapien bei Demenz-Erkrankten ?

Demenz, der Begriff stammt aus dem Lateinischen: dementia, ohne „mens“= Verstand, so auch die Definition in einem klinischen Wörterbuch, dem „Pschyrembel“.

Demenz ist in der Regel eine durch „organische Schädigung eingetretene hervorgerufene, dauerhafte Schädigung des menschlichen Gehirns > die Gehirnleistungsfähigkeit nimmt ab, die Steuerungsfunktionen im Gehirn fallen teilweise aus, ein dramatisches und geheimnisvolles Krankheitsbild, dem viele Forscher „auf der Spur“ sind.

Zur Zeit kann man diesen Verfall bei der Gehirnleistungsfähigkeit nicht wirksam und dauerhaft bekämpfen, die Krankheit nicht heilen ( = therapieren). Es wird vielleicht irgendwann einmal gelingen, dazu bedarf es aber enormer Anstrengungen in Wissenschaft und Forschung, die massiv gefördert werden muß. Wenn Menschen davon betroffen sind, leiden die Erkrankten, weil sie spüren und erleben, wie sie nicht mehr wie früher all das tun können, was sie einmal konnten; auch Angehörige sind zutiefst betroffen. Sie haben hohe Aufgaben aus der Veränderung, sind gefordert – und meist, weil man nicht weiß, wie man reagieren soll, was man tun kann, sehr schwer. In diesem sehr problematischen Feld gibt es keine „Patentrezepte“, zumal jeder Fall ein Einzelfall ist.

Die Gehirnleistungsfähigkeit kann durch gewisse Wirkstoffe, die die Bildung von Botenstoffen fördern, oder die Vernichtung, von für den Austausch von Speicherinformationen notwendigen Botenstoffen erreichen, unterstützen. Die Krankheit aufhaltende, ja gar heilende Substanzen gibt es zur Zeit in zugelassener und wissenschaftlich nachgewiesener Form nicht. Klinisch wird viel erprobt- und dies ist gut so.

Aber, und dies ist wichtig zu wissen, nicht ein einfaches Vergessen deutet auf eine Demenzerkrankung hin; auch nicht bloße Konzentrationsstörungen weisen auf eine Krankheit hin. Auch Streß oder aus welchen Anlässen heraus entstandene Depressionen können Symptome verursachen, die wie „Alzheimer“ aussehen- also, bitte nicht gleich in Panik geraten, wenn der Schüssel mal irgendwo liegt, wo man ihn nicht gleich findet, auch nicht traurig oder bedrückt sein, wenn mal ein Gedanke mal wegrutscht. Wir alle erinnern uns sicher an Prüfungsstress, in welchen Ausbildungen auch immer: man kennt da den so genannten „Block“ – plötzlich ist alles, das man vorher so fleißig gelernt hatte, weg. Dies hat nicht unbedingt etwas mit einer Demenz-Erkrankung zu tun.

Manche Menschen sind auch – und dies gehört zu den Faszinationen in unserem Leben, in der Lage, Dinge einfach zu vergessen, weil sie nicht daran erinnert werden wollen, sich selbst nicht daran erinnern möchten.

Das menschliche Gehirn ist, so habe es Studien aus den USA gezeigt, auch in der Lage, Dinge, ob Glück bringende oder traurige, „bald“ in eine Schublade zu verschieben, wo sie erst einmal weg sind. Nur wenn erkennbar dauerhaft Einbrüche bei der Gehirnleistungsfähigkeit auftreten, sollte man einen Neurologen über den eigenen Hausarzt aufsuchen, um feststellen zu können, ob eine Dauerhafte Schädigung, die ja viele Vorsorgemaßnahmen erforderlich macht, vorliegt.

Auch um sich selbst vorzubereiten, auch die Angehörigen (Partner, Kinder, Eltern, Nachbarn und Freunde) – auch damit man Hilfe bekommt, die dann in mittleren und fortgeschrittenen Stadien einer D.- Erkrankung unumgänglich ist. Und auch damit die dann pflegenden und betreuenden Angehörigen vorbereitet sind, auch planen können, und wie sie sich selbst auch nicht vergessen, den Humor verlieren und sie selbst bleiben können, gerade weil Demenz- Erkrankungen in der Familie, auch wegen des Wegfalls vieler Perspektiven, sehr viel Mühe, Verantwortungsbewusstsein, Hilfsbereitschaft, wie sie im „gesunden Leben“ nicht so gefordert werden, notwendig machen.

m.s. - März 2007

Der Begriff „Therapie“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „heilen“, eine Heilung z.B. der Alzheimer-Krankheit ist aber nach dem derzeitigen Stand der Forschung in Medizin und Pharmakologie bei Menschen nicht möglich. Es wird vermutlich Jahre dauern, bis geeignete Wirkstoffe – erst Recht ohne erhebliche Nebenwirkungen -verfügbar sind.

Es gibt für Demenz-Erkrankte eine Vielzahl Beschäftigungsmöglichkeiten und Hilfeangebote: Evaluation , Ergotherapie, sog. „Lach-Therapie“, Bewegungs- und Musik-Therapie, Zeichnen, Malen, ebenfalls Gymnastik und Tanz-Therapie, die auch in Israel erfolgreich eingesetzt wird.

Auch Gärten für Demenz-Kranke ohne Stolpersteine fördern das Wohlbefinden: der Kontakt zur Natur, den Düften der Natur, das Singen der Vögel und die freie Beweglichkeit, wenn auch auf begrenztem Raum, sind von unschätzbarem Wert für die Betroffenen.

Diese Beschäftigungsansätze und der Psyche Kraft gebenden Hilfen sind in manchen Häusern mit großem Erfolg erprobt worden, immer mehr Häuser beginnen umzudenken und im Rahmen ihrer Möglichkeiten diese Hilfeangebote in ihr „Programm“ und in ihr Konzept aufzunehmen.
Auch die biografiebezogene Beschäftigung, die sich auf den Beruf des/der Betroffenen bezieht, ist von enormer Bedeutung. Warum sollte man dem erkrankten Gärtner nicht ein kleines Hochbeet geben, damit er dort, wie in seinem erlernten Beruf etwas pflanzen kann, warum dem Bankier nicht eine Zeitung mit Börsenteil, in der er auf alte, gewohnte Weise blättern kann, auch wenn er den Inhalt heute nicht mehr verstehen kann? Und die Köchin sollte mit dem Trocknen von Tellern, dem Schneiden von Bananen etc. für den Obstsalat, dem Falten von Servietten u.a.m. beschäftigt werden. Das Langzeitgedächtnis bleibt bei Demenz-Erkrankten lange erhalten! Das Gewohnte aus früherer Zeit wird wieder lebendig und gibt den Betroffenen Wohlbefinden und Sicherheit. Die beste „Medikation“ bei Demenz-Erkrankungen ist die bezugs- und liebevolle Betreuung und biografiebezogene Beschäftigung.

Dies ist auch eine der Leitthesen von Professor Tom Kitwood und seiner „Bradford Dementia Group “, die das britische Pflegesystem maßgeblich beeinflusst und verändert hatten. Damit Betroffene nicht ständig wechselnde Bezugspersonen erleben, müssen die Arbeitsbedingungen verbessert, und die Vergütungen der Pflegekräfte den schwierigen Arbeitsbedingungen und Belastungen entsprechend angehoben werden, damit sie bleiben;

Die Fluktuation im diesem schwierigen Bereich in Pflegeheimen ist enorm groß. Wer in diesem schweren Feld arbeitet, muß adäquat bezahlt werden und für Ausgleich sorgende Freizeitregelungen erhalten.

Michael Streicher - Oktober 2006



Alzheimer und Kunst –
ein Widerspruch ?


Vortrag anlässlich einer Vernissage des Oeuvre des Werbegrafikers und Künstler Carolus Horn und einer Ringvorlesung vor
Studenten.


Heilpädagogische Fakultät der Universität zu Köln Von Michael G. Streicher, Rechtsanwalt und Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. -          

 [lesen Sie weiter]


FOCUS Online:
Gehirn-Test - Haben Sie ein Alzheimer-Risiko?

 

Nachrichten Magazin „FOCUS“: Wenn man Oma pflegen muß….“
Die psychische Belastung, die enormen Kosten

(Ausgabe Nr. 7 vom 12. Februar 2007)

Diese Ausgabe sollten pflegende und betreuende Angehörige, Betroffene, auch jüngere

Menschen, deren Zukunft in unserem Gesundheits- und Sozialsystem durch die ständig steigende Zahl Demenz-Erkrankter geprägt sein wird, unbedingt lesen.

Die Situationsbeschreibung wie auch die aktuelle Zahl der Erkrankten (mehr als 2 Millionen) decken sich mit der „Lagebeschreibung“ und den Meldungen und Berichten der Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V.: inhumaner Umgang mit Demenz-Kranken in manchen Pflegeheimen, mechanische und medikamentöse Fixierungen, Isolierung und Ruhigstellen, die Forderung nach neuen Wohnformen, vor allem auch die Forderung unserer Gesellschaft nach einem Gütesiegel für Pflegeheime, all dies findet sich auch in dem FOCUS-Bericht wieder.

Schauen Sie auch in das Video-Clip in unserer Homepage (PHOENIX- Interview vom 16.11.2006).

Der sehr gut recherchierte Bericht sollte allen, vor allem der Politik, sehr zu denken geben. Nicht allein der Blick in die Zukunft in ca. 20-30 Jahren sollte Anlaß zum Handel jetzt geben, sondern allein schon der Blick auf den status quo, auf das enorme Leid und die vielen Mißstände, auf die Sorgen und Verzweiflung vieler Menschen jetzt!

ms.14.02.07
 

PHOENIX am 16.11.2006 - 14.45 - 18.00 Uhr

THEMA: Alzheimer

Aktuelles, Gespräche, Interviews und Dokumentationen
(u.a. mit dem Vorsitzenden der Alzheimer Gesellschaft Bonn e. V. Michael Streicher)

[zum Video]

anschl. - Tübingen:
Altern und Alzheimer - die vielseitige Herausforderung, Veranstaltung des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung, mit Reden von Erwin Teufel (ehem. Ministerpräsident von Baden-Württemberg), Prof. Konrad Maurer (Goethe-Universität Frankfurt), Martin Suter (Autor) und Prof. Hans Küng (Theologe)

anschl. Dokumentation:
Ist heute Dienstag oder Mai?
Leben mit Demenzkranken
Film von Chiara Sambuchi
 

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 Alzheimer-Telefon und Beratung 
 

Telefon: 0228 - 3862853
Montag - Freitag
(ist die Geschäfts-und Beratungsstelle nicht besetzt,
bitte auf Band sprechen - wir rufen zurück)

Beratung:
Montag und Dienstag 10:30 - 12:00 Uhr
Mittwoch 13:30 -15:30 Uhr
Donnerstag 14:00 - 15:30 Uhr

Ab Herbst 2006 weitere Angehörigengruppen:
SUNRISE Domizile ,Villa Camphausen, Mainzer Straße 233,
53179 Bonn-Mehlem, Tel. 0228-3296-0

Beratungsstelle:  
Friesdorfer Straße 91, 53173 Bonn Postanschrift :
Clemens-August Straße 24, 53115 Bonn  Fax: 659506
 
 
   

 


Vollmacht/Betreungs- und Vorsorgevollmacht

Viele, auch Gesunde, machen sich keine Gedanken über eine Vertretungsbefugnis zu Gunsten eines nahestehenden Dritten. Warum auch? Es ist doch alles in Ordnung, was kann schon passieren?
 
Treten aber plötzlich Beeinträchtigungen bei der Gehirnleistungsfähigkeit auf, etwa nach einem Gehirntrauma infolge eines Verkehrsunfalles oder infolge einer Demenzerkrankung, kann es für die Erteilung einer Vollmacht oft zu spät sein.
Eine "automatische" Vertretungsbefugnis durch den Ehepartner sieht unser geltendes Recht nur in äußerst begrenztem Umfang vor.Der Gesetzgeber hatte es vor Jahren im Zuge der Gleichstellung von Mann und Frau in der Ehe versäumt, beiden Ehepartnern gleiche und wechselseitige Vertreungsbefugnisse zu geben. Eine Vertretung der Eltern oder von Elternteilen durch Kinder ist ohnehin nicht vorgesehen.
Es bleibt dann in einem solchen Fall, in dem die Geschäftsfähigkeit ganz oder teilweise wegfällt, bei Handlungsbedarf nur der Weg über die Anordnung einer Betreuung durch ein Vormundschaftsgericht.
 
Denken Sie daher rechtzeitig an die Erteilung einer Vollmacht/Generalvollmacht zu Gunsten einer Person Ihres Vertrauens. Hinweise geben Ihnen u.a. Rechtsanwälte und Notare, auch zur Art, dem Inhalt und der Form einer Vollmacht, die auch die Bereiche Gesundheitsfürsorge, Vertretung in Vermögensangelegenheiten und Aufenthaltsbestimmungsrecht umfassen sollte.

ms. 25.01.07

 
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KurzmeldungenAKTUELL

Termine 2007

Bundesstadt Bonn:
Neu: Im Amt für Soziales und Wohnen ist eine neue Sachgruppe "Hilfe zur Pflege" eingerichtet worden., in der die Gewährung von Hilfe zur Pflege in der häuslichen Umgebung (nicht in Einrichtungen) und gfls. notwendige zusätzliche Hilfe zum Lebensunterhalt bearbeitet wird. Ansprechpartnerinnen sind Frau Ebert (unter Tel. 77 4938) und die Sachgruppen leiterin Frau Lüdtke (Tel. 77 4739). Die Dienststelle befindet sich in der Hans-Böckler-Str. 5 in Bonn-Beuel. Die Büros befinden sich in der 3. Etage (Zi. 315 u. 318).


Haftpflichtversicherung:
 
Üblicherweise hat jede Familie eine private Haftpflichtversicherung als Familienversicherung. Einige Versicherungsgesellschaften vertreten die Auffassung, dass der Versicherungsschutz für das Mitglied nicht mehr gilt, wenn die/der Betreffende nicht mehr im Haushalt, sondern in einem Pflegeheim lebt.
Fragen Sie daher vor einem Umzug in ein Pflegeheim bei Ihrer Versicherungsgesellschaft unbedingt nach und lassen Sie sich den Versicherungsschutz schriftlich bestätigen.


 Angehörigen- Schulung:

Die Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. wird im Herbst, mit Unterstützung der Barmer- Pflegekasse, die Seminar-Reihe "Hilfe beim Helfen" fortsetzen. Die Bundesstadt Bonn wird dabei helfen, ebenso die erfahrenen Referenten, die sehr wissen, wie und was notwendig ist, um Hilfen vor Ort zu geben.
Die Bürgerstiftung Bonn, die die Sparkasse Köln/Bonn auch zu ihren Förderen zählen kann, wird mit dem Bürgerpreis, der der Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. verliehen wurde, dazu beitragen.
ms

 
 
 Gesetzliche Haft- und Unfall-
versicherung für Ehrenamtliche

 
Das Land NRW übernimmt die Kosten für eine gesetzliche Haft- und Unfallversicherung für ehrenamtlich Tätige. Dies betrifft nicht diejenigen, die bereits über ihre Organisationen (z.B. Sportvereine, kirchliche und soziale Organisationen) versichert sind. Begünstigt sind insbesonders kleinere Initiativen und Gruppen.
 
Ehrenamtlich Tätige brauchen sich erst im Schadensfall bei der gesetzlichen Versicherung melden.
 
 
 Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V.Angehörigen- Gruppen
der Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V., zusammen mit anderen Trägern:
 
  
Aussprache, Information, Hilfen - sind die Angebote der informellen Treffen, die jedem Interessierten und Betroffenen offen stehen; eine Voranmeldung ist nicht notwendig.
 
 
 
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