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Archiv
August - November 2004
ALZHEIMER Gesellschaft Bonn e.V.


| Bürgerpreis
2004 der Bundesstadt Bonn und der Bürgerstiftung Bonn |
Einer der Preisträger des diesjährigen Bürgerpreises
der Bundesstadt Bonn, der Bürgerstiftung Bonn und der Sparkasse
Bonn ist die Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V.
Der
Preis steht in diesem Jahr unter dem Motto "Jung &
Alt". Die Bonner Preisträger werden am landesweiten
Wettbewerb "für mich, für uns, für Nordrhein-Westfalen"
und evtl. am Bundeswettbewerb "für mich, für
uns, für alle" teilnehmen. Die Stiftungsträger
würdigen mit diesem Preis das besondere Engagement von
Personen, Organisationen und besonderen Projekten für die
Gemeinschaft.
Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen einer Feierstunde am
Montag, den 02. Agust 2003, 16:00 Uhr, Altes Rathaus, Markt,
in Bonn.
Wir freuen uns sehr über diese Ehrung, wird damit nicht
nur die Tätigkeit aller unserer Ehrenamtlichen erneut anerkannt
und gewürdigt, sondern auch der gewachsene Stellenwert
der Situation der Demenz-Erkrankten und der pflegenden und betreuenden
Angehörigen in der Gesellschaft dokumentiert.
[Lesen Sie hier
weiter]
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| Kurzmeldungen |
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AKTUELL |
Altern
in Würde -
auch mit einer Demenz?
von Michael Georg Streicher
Wie geht unsere Gesellschaft mit den mittlerweile fast 1,8 Mio
Demenzerkrankten um? Gilt das Grundrecht auf Achtung der Menschenwürde
auch für Demenz-Erkrankte?
[bitte lesen
Sie weiter]
Neue
Broschüre " Alzheimer und Ethik Teil I"
(Herausgeber Michael Georg Streicher)
In der Reihe "Alzheimer und Hilfen" der Alzheimer
Gesellschaft Bonn e.V. ist ein neues Heft "Alzheimer und
Ethik" erschienen. Das Heft enthält ausgewählte
Artikel zu ethischen Überlegungen und zur ethischen Orientierung
bei der künstlichen Ernährung durch "percutane
endoskopische Gastrostomie" (PEG-Sonden).Verfasser sind
Professor Dr. Ulrich Eibach, Bonn, sowie Professor Dr. Klaus
Zwirner, Saarbrücken
[zur
Bestellmöglichkeit]
Wichtiger
Termin!
13.10.2004: NOVA Vita Residenz, Bonn. Beginn: 16:00 Uhr,
Eintritt frei.
"Demenz-Erkrankungen- psychische Folgen und Belastungen
für Betroffene und Angehörige"
Eine Vortragsveranstaltung der Alzheimer Gesellschaft Bonn
e.V. zum Welt - Alzheimer-Tag.
Referenten u.a.: Professor Dr. Wolfgang Maier, Direktor
der Klinik und Polyklinik für Psychiatrie und Psychotherapie,
Uni-Klinikum Bonn, Dr. med.Frank Jessen, Diagnose- und Therapiezentrum,
Uni-Klinikum Bonn, Rechtsanwalt Michael Georg Streicher,
Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V.
Anschließend: Eröffnung der Ausstellung "Oeuvre
des Carolus Horn- Wie aus Wolken Spiegeleier werden".
Einleitung und Führung: Dr. Thomas Bourauel, Novartis
Pharma GmbH
(Nähere Informationen:
siehe Termine IV. Quartal)
Rheinland
Pfalz will die "Pflegebürokratie"
entschlacken:
Die Landesregierung will die Pflegedokumentationen vereinfachen
und die Pflegekräfte von Verwaltungstätigkeiten entlasten,
damit mehr Zeit für die Heimbewohner zur Verfügung
steht.
Die Vereinfachungsvorschläge seien zwar nicht bindend,
wären aber sehr geeignet, den Pflegekräften einen
erheblichen Teil der pflegefremden Aufgaben abzunehmen, ohne
damit die Qualität der vorgeschriebenen Dokumentation zu
beeinträchtigen.
(Kommentar: ein sehr guter Ansatz, der viele Nachahmer finden
sollte!)
Bundesstadt
Bonn:
Neu: Im Amt für
Soziales und Wohnen ist eine neue Sachgruppe "Hilfe
zur Pflege" eingerichtet worden., in der die Gewährung
von Hilfe zur Pflege in der häuslichen Umgebung (nicht
in Einrichtungen) und gfls. notwendige zusätzliche Hilfe
zum Lebensunterhalt bearbeitet wird. Ansprechpartnerinnen sind
Frau Ebert (unter Tel. 77 4938) und die Sachgruppen leiterin
Frau Lüdtke (Tel. 77 4739). Die Dienststelle befindet
sich in der Hans-Böckler-Str. 5 in Bonn-Beuel. Die Büros
befinden sich in der 3. Etage (Zi. 315 u. 318).
Sonntag,
08.Februar 2004 13:30 Uhr: "Wege aus dem Labyrinth
der Demenz" - Vortrag anläßlich der Eröffnung/Tag
der offenen Tür - Ort: NOVA VITA Residenz Im Leoninum Bonn....
[mehr bei Terminen]
[Lesen Sie hier
den Vortrag]
NEUER NEWSLETTER!
02. April 2004
Reform
des Pflegeversicherungsrechts
Die
Reform des Pflegeversicherungsrechts - kommt sie oder kommt
sie nicht? Wenn sie kommt, darf sie keinesfalls bloß eine
Beitragsverschiebung / Erhöhung zum Inhalt haben; vielmehr
muß sie die Leistungen für die häusliche Versorgung
und Betreuung von Demenzkranken erst einmal in den Leistungskatalog
aufnehmen (sog. "niedrigschwellige Angebote"), und
sie muß die Betreuung von Demenzkranken in Pflegeheimen
verbessern helfen.
Alles
andere ist lediglich Finanz-Kosmetik, und natürlich
auch, entsprechend einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts,
eine Beitragsentlastung der Kindererziehenden, ändert
aber nichts an dem Betreuungs- und Pflegenotstand in der
häuslichen Wohnumgebung und in Heimen.
[ lesen Sie
hier bitte weiter ]
Haftpflichtversicherung:
Üblicherweise
hat jede Familie eine private Haftpflichtversicherung als
Familienversicherung. Einige Versicherungsgesellschaften
vertreten die Auffassung, dass der Versicherungsschutz für
das Mitglied nicht mehr gilt, wenn die/der Betreffende nicht
mehr im Haushalt, sondern in einem Pflegeheim lebt.
Fragen
Sie daher vor einem Umzug in ein Pflegeheim bei Ihrer Versicherungsgesellschaft
unbedingt nach und lassen Sie sich den Versicherungsschutz
schriftlich bestätigen.
NEU:
Alzheimer
und Medikamente
Vielfach
liest man in Werbungen und Broschüren u.a. der Pharmaindustrie,
des Apothekerverbandes in Zusammenwirken mit Verbänden
und Pharmafirmen, in "offiziellen Ratgebern" zum Umgang
mit der Krankheit von "medikamentösen Therapien",
medikamentöser gerontopsychiatrischer Therapie", von
Neuroleptika, Psychopharmaka und den sog. Atypika (einer sog.
"neuen Generation von Neuroleptika"). Kein pflegender
und betreuender Angehöriger kann mit dieser Vielfalt an
Informationen und etwas anfangen!
Einzelne Ärzte und Organisationen, auch bundesweit aktive,
empfehlen mit bemerkenswerten Begründungen den Einsatz
dieser Wirkstoffe bei Alzheimer-Patienten, bezeichnen deren
Einsatz sogar vereinzelt als eine wesentliche Säule bei
der "Behandlung der Krankheit".
[ lesen
Sie hier bitte weiter ]
Der
Rosenkavalier
Literaturhinweis:
Lesenswert: "Demenzkranke Menschen pflegen"
Grundlagen, Strategien und Konzepte, Sven Lind
1. Auflage 2003 Verlag Hans Huber, Bern
Unser Kommentar: Ein hervorragend geschriebenes,
übersichtliches Buch über die Symptome der Krankheit,
den Umgang mit den Erkrankten, verschiedene Konzepte und
Ansätze in der Praxis mit sehr hilfreichen Anregungen
und Vorschlägen. Der sehr sachkundige Autor hat die
Sprache gefunden, durch die auch Laien das komplexe Gebiet
der Demenz mit all ihren Folgen verständlich wird.
M.Streicher
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Gesetzliche
Haft- und Unfall-
versicherung für Ehrenamtliche
Das Land NRW übernimmt die Kosten für eine
gesetzliche Haft- und Unfallversicherung für ehrenamtlich
Tätige. Dies betrifft nicht diejenigen, die bereits
über ihre Organisationen (z.B. Sportvereine, kirchliche
und soziale Organisationen) versichert sind. Begünstigt
sind insbesonders kleinere Initiativen und Gruppen.
Ehrenamtlich Tätige brauchen sich erst im Schadensfall
bei der gesetzlichen Versicherung melden.
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März
2004: "Brandbrief":
Warnhinweis bei RISPERDAL durch den Hersteller:
Pharmafirma Janssen-Cilag GmbH - Wirkstoff: Risperidon
In einem "Brandbrief" an die Ärzte
gibt der Hersteller Cilag-Janssen Warnhinweise und
"ergänzt "Warnhinweise und Vorsichtsnaßnahmen
für die Anwendung bei älteren Menschen
mit Demenz":
Darin heißt es:
"In plazebo-Kontrollierten Studien bei älteren
Patienten mit Demenz war die Inzidenz von zerebrovaskulären
Ereignissen einschließlich Insult (auch mit
Todesfolge) und transistorischen ischämischen
Attacken (TIA) bei den mit RISPERDAL behandelten
Patienten signifikant höher als im Vergleich
zu den Patienten, die Plazebo erhielten (mittleres
Alter 85 Jahre; Altersspanne 73-97 Jahre).
Weiter heißt es: " Vom behandenden Arzt
sind die Patienten bzw. deren Betreuer darauf hinzuweisen,
dass sie Anzeichen von Erschlaffung, Taubheit im Gesicht,
Armen oder Beinen sowie Sprach- und Sehstörungen
unverzüglich berichten sollen. Ohne Verzug
sind alle Behandlungsmöglichkeiten einschließlich
Abbruch der Therapie abzuwägen".
[siehe
auch Medizin] [mehr]
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Arbeitskreis "Betreuungsrecht"
der
Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V.
Auf vielfachen Wunsch wird der neu gebildete Arbeitskreis
"Betreuungsrecht" der Alzheimer Gesellschaft
Bonn e.V. im neuen Jahr einen Grundkurs Betreuungsrecht
an 4-5 Abenden anbieten.
Er richtet sich an Betreuer sowie interessierte Bürger.
Neben einer Einführung werden die Aufgabengebiete
("Wirkungskreise") Gesundheitsfürsorge,
Aufenthaltsbestimmungsrecht und Vermögenssorge
Themenschwerpunkte des Grundkurses, der mit einem Teilnehmerzertifikat
endet.
Interessenten melden sich bitte schon jetzt an.
[Adresse hier]
Sie erhalten rechtzeitig im neuen Jahr die notwendigen
Kursinformationen.
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"Hilfe
beim Helfen" -
Angehörigenseminare im Frühjahr 2005
Fachleute geben Angehörigen Hilfen und Rat zur
häuslichen Versorgung und Betreuung von Demenz-Erkrankten
(Die Teilnahme ist kostenlos)
Programm und Termine bei:
Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. ,
Postanschrift: Clemens-August Straße 24,
53115 Bonn
oder online! [zum
Bestellformular klick hier]
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Mehr
Information und Beratung für Angehörige von
Demenz-Erkrankten!
- Schulung von Angehörigen zum besseren
Umgang mit der Krankheit und den Erkrankten - |
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Wie
bei vielen anderen Krankheiten auch, haben Betroffene
nicht plötzlich "von heute auf Morgen"
Alzheimer oder eine andere Demenz-Erkrankung. Die
Krankheit, die viele Jahre klinisch stumm ist, also
in den Betroffenen "ruht", bevor sie sich
durch verschiedene Symptome bemerkbar macht, verunsichert
und verängstigt natürlich in erster Linie
die unmittelbar Betroffenen, macht aber auch die mit
ihnen lebenden Angehörigen unsicher und zunehmend
Rat und Hilfe suchender. Viele lokale Alzheimer-Gesellschaften
und Gruppen bieten wertvolle Informationen in Angehörigen-Gruppen
an. Das Angebot an Broschüren von verschiedenen
Organisationen und auch Firmen ist mittlerweile derart
umfangreich, dass sich viele überfordert fühlen,
zumal sie im Alltag, der ja durch die zunehmenden
Defizite bei den Erkrankten, durch Sorge und Ängste
geprägt ist, kaum Zeit zum Lesen finden und sich
neben dem täglichen Erleben der Erkrankung auch
noch mit dem - erschreckenden - theoretischen Wissen
befassen wollen.
[Lesen
Sie hier weiter]
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Angehörigen-
Gruppen
der Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V., zusammen mit anderen
Trägern: |
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Aussprache,
Information, Hilfen - sind die Angebote der informellen
Treffen, die jedem Interessierten und Betroffenen
offen stehen; eine Voranmeldung ist nicht notwendig.
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Neue
Wohnformen |
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Neu:
Gütesiegel für besonders geeignete Pflegeheime
und Einrichtungen
Neue Wohnformen und Beschäftigungs- möglichkeiten
für Alzheimer-Erkrankte
Viele Angehörige fragen nach einem für
ihre erkrankten Verwandte "geeigneten" Heim;
wir müssen leider immer wieder die Auskunft geben,
daß es in Deutschland kein "zentrales Register"
gibt, keinen Katalog und auch keine Empfehlungsmagazine
oder Broschüren. Lediglich über Mundpropaganda,
die Stadt- oder Gemeindeverwaltungen oder die lokalen
oder regionalen Selbsthilfegruppen, Alzheimer Gesellschaften
und Initiativen können Informationen eingeholt
werden, wobei sich alle, auch wir, mit Empfehlungen
aus u.a. haftungs- und wettbewerbsrechtlichen Gründen
schwer tun.
Ein Gütesiegel für geeignete Häuser,
die kleine Wohngruppen, biographiebezogene Beschäftigungs-
möglichkeiten, besondere ergotherapeutische und...
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Die
aktuellen Forschungsmeldungen:
Nobelpreis
für Forscher aus den USA und Israel für
ihre grundlegenden Arbeiten zum Abbau von defekten
Proteinen
Defekte Proteine sind die Ursachen auch von Alzheimer
und Parkinson. Werden sie im menschlichen Gehirn
nicht richtig "entsorgt", wobei das
Enzym Ubiquiten eine maßgebliche Rolle bei
der Entsorgung spielt, verklumpen sie sich zu
sog. Plaques, die zum Absterben von gesunden Gehirnnervenzellen,
und damit zum Verlust von lenbenswichtigen Funktionen
des Gehirns, führen.
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und weitere aktuelle Meldungen:
Antidepressiva
(Die Welt vom 24.11.2004)
Forscher
stellen dem Acetyl-Cholinesterase-
Hemmer "Donepezil" schlechte Noten aus
(Bericht in der "Welt" vom 02.07.04)
Stammzellenbank
in Großbritannien
Forschungsergebnisse
zum
Altern des Gehirns
Stammzellen
aus geklonten
menschlichen
Embryonen
[zum
Archiv]
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Literaturhinweis:
Empfehlenswerte Lektüre im Kontext Pflegeheime,
Psychiatrie etc.:
"Fixierung erregter Personen -
Todesfälle in Klinik und Gewahrsam"
(Restraints of Excited Persons- Sudden Death in Hospital
and Custody) |
Hrsg.
Klaus Steffen Saternus u. Gerhard Kernbach-Wighton
Verlag Schmidt-Römhild, Lübeck
Das Buch beleuchtet anhand zahlreicher Fallbeispiele
die Folgen, die Fixierungen wie z.B. Rumpf- und Gliedmaßengurte
in der (Geronto-)Psychiatrie nach sich ziehen können.
Der Verlag schreibt hierzu:
"Eine interdisziplinäre Experten-Tagung in
Göttingen, bei der sowohl praktisch-forensische
als auch klinische Fragen zur Sprache kamen, ist Ausgangspunkt
dieses Werkes. Wertvolle Fortbildungslektüre
nicht nur für Ärzte, sondern auch für
alle Berufsgruppen im Kontext Altenpflege
und Psychiatrie."
Anmerkung:
Es ist bekannt, daß in Pflegeheimen und psychiatrischen
Kliniken häufig mechanisch und medikamentös
fixiert und "sediert" wird. Demenzkranke,
die "agil", also sehr unruhig, oder gar
aggressiv sind, werden, ohne daß andere, weit
minderschwere Maßnahmen oder Hilfen (Spazierengehen,
Beschäftigung, Beruhigung durch ruhige Worte
etc.) als absolut vorrangig in Erwägung gezogen
und ausprobiert werden (häufiges Argument: Personalmangel),
auf vielfältige Weise ruhig gestellt. Wir weisen
auch auf unsere Broschüren > Alzheimer
und Recht I und II und > Alzheimer
und Medikamente hin. Das Werk gibt hoffentlich
einen Anstoß für ein breites Nachdenken
über diesen meist inhumanen Umgang mit den, durch
die Krankheit immer hilfloser werdenden, Demenz-Erkrankten.
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Meldung
24.06.04
Die Tageszeitung "Die Welt" berichtet
über die Ergebnisse von Studien von Forschern der
Wake-University in Winston-Salem, USA. Forscher
hätten dort in einer Studie an 3000 Frauen festgestellt,
daß eine Hormontherapie (HRT) gegen Beschwerden
der Wechseljahre das Risiko, an Demenz zu erkranken,
erhöht.
Dies träfe entgegen bisheriger Annahmen auch für
eine Östrogenbehandlung zu. Die Mediziner
hätten ursprünglich gehofft, Demenz mit HRT
vorzubeugen. Bekannt sei aber schon gewesen, dass sie
das Risiko erhöht, Brustkrebs und Herz-Kreislauf-Leiden
zu bekommen. |
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| Neu:
Ratgeber für Angehörige : " Diagnose Alzheimer" |
In
der Informationsreihe "Alzheimer und Hilfen" der Alzheimer
Gesellschaft Bonn e.V. ist ein Ratgeber "Diagnose Alzheimer"
für Angehörige, aber auch Betroffene und Pflegekräfte
erschienen. Die Broschüre gibt Infos über nichtmedikamentöse
Therapien, Hilfen für den Umgang mit Betroffenen in der
häuslichen Umgebung und zur Auswahl eines Pflegeheims,
wenn die Betreuung und Versorgung zu Hause nicht mehr möglich
ist.
Pflegende und betreuende Angehörige wie auch Betroffene
selbst sind durch die Diagnose "Verdacht auf eine Demenz
vom Alzheimer Typ" unvorbereitet und zutiefst betroffen,
wissen zu wenig oder nichts über die Krankheit und deren
Verlauf und setzen verzweifelt häufig alle
Hoffnungenauf Medikamente oder "medikamentöse Therapien".
Nur wenige Wirkstoffe ("Antidementiva wie ACEH's, Memantine
und Galantamine) können aber, frühzeitig eingesetzt,
den Krankheitsverlauf nur für 6-10 Monate verzögern,
also verlangsamen. Kein Medikament (erst Recht keine Psychopharmaka,
Neuroleptika wie z.B. sog. Atypika) kann heute die Krankheit
aufhalten oder gar therapieren, also heilen!
Was kann ich zu Hause tun, was muß ich beachten, wie gehe
ich mit Erkrankten
um, auf was sollte ich bei der Auswahl eines Pflegheims achten,
welche
bewährte nichtmedikamentöse Therapien gibt es, sollten
Betroffene frühzeitig eine
sog. Vorsorgevollmacht machen? Dies sind einige wesentliche
Fragen, auf die
der Ratgeber versucht, in Kurzform Antworten zu geben.
Der Ratgeber kann zum Selbstkostenpreis von 3,50 EUR bei der
Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. bestellt werden (Bestellformular).
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In
eigener Sache:
Wie wir erfahren haben, wurde in NRW ein "Landesverband
der Alzheimer Gesellschaften Nordrhein-Westfalen e.V.
" (Alzheimer-NRW.de) gegründet. Nach eigenen Angaben
des Vereins hätten 32 Alzheimer Gesellschaften, Selbsthilfegruppen
oder andere Initiativen die Satzung verabschiedet.
Wir halten hierzu fest: In Nordrhein-Westfalen existieren
hunderte von Alzheimer Gesellschaften, Initiativen, Selbsthilfegruppen
und Angehörigen-Initiativen. Die Richtigkeit der Angaben
des o.g. Vereins unterstellt, repräsentiert dieser daher
nur einen Bruchteil der Gruppierungen.
Die Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. war nicht an der Gründung
beteiligt, sie ist nie Mitglied geworden und beabsichtigt
auch nicht, Mitglied dieses Vereins zu werden. Uns sind
weder die Satzung noch die Zielsetzung des Vereins bekannt.
Der Vereinsname "Landesverband der Alzheimer Gesellschaften"
erweckt den irreführenden Eindruck, als vertrete der
"Landesverband" alle Alzheimer Gesellschaften in
Nordrhein-Westfalen, was aber nicht zutrifft. Der neugegründete
Verband ist nicht legitimiert, für alle Alzheimer
Gesellschaften aufzutreten, im Namen aller Gesellschaften
Stellungnahmen oder Erklärungen abzugeben oder Spenden
oder andere Zuwendungen in Empfang zu nehmen.
Der "Landesverband" ist daher auch nicht legitimiert,
im Namen der Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. aufzutreten,
Stellungnahmen abzugeben oder für sie Zuwendungen entgegen
zu nehmen.
Der Vorstand der Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V.
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Bericht und Informationen zur Veranstaltung
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vom
30 Juli 2003, 16:00 Uhr
Hotel Königshof, Adenauerallee 9, 53113 Bonn
Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V.:
4.
"Königshofer Gespräch"
"Demenz-
Erkrankungen, Herausforderung an uns alle"
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[
mehr
zur Veranstaltung ] |
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