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Mai 2003
ALZHEIMER Gesellschaft Bonn e.V.


| Kurzmeldungen |
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Neue
Wohnformen |
Bundesstadt Bonn:
Neu: Im Amt für Soziales und Wohnen ist eine neue Sachgruppe "Hilfe
zur Pflege" eingerichtet worden., in der die Gewährung von Hilfe zur Pflege in der häuslichen Umgebung
(nicht in Einrichtungen) und gfls. notwendige zusätzliche Hilfe zum Lebensunterhalt bearbeitet wird. Ansprechpartnerinnen
sind Frau Ebert (unter Tel. 77 4938) und die Sachgruppen leiterin Frau Lüdtke (Tel. 77 4739). Die
Dienststelle befindet sich in der Hans-Böckler-Str. 5 in Bonn-Beuel. Die Büros befinden sich in der 3. Etage
(Zi. 315 u. 318).
Haftpflichtversicherung:
Üblicherweise hat jede Familie eine
private Haftpflichtversicherung als Familienversicherung. Einige Versicherungsgesellschaften
vertreten die Auffassung, dass der Versicherungsschutz für das Mitglied nicht mehr gilt, wenn die/der Betreffende
nicht mehr im Haushalt, sondern in einem Pflegeheim lebt.
Fragen Sie daher vor einem Umzug in ein Pflegeheim
bei Ihrer Versicherungsgesellschaft unbedingt nach und lassen Sie sich den Versicherungsschutz schriftlich bestätigen. |
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Neu:
Gütesiegel für besonders geeignete Pflegeheime und Einrichtungen
Neue Wohnformen und Beschäftigungs- möglichkeiten für Alzheimer-Erkrankte |
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Viele Angehörige fragen nach einem für ihre erkrankten Verwandte "geeigneten" Heim; wir
müssen leider immer wieder die Auskunft geben, daß es in Deutschland kein "zentrales Register"
gibt, keinen Katalog und auch keine Empfehlungsmagazine oder Broschüren. Lediglich über Mundpropaganda,
die Stadt- oder Gemeindeverwaltungen oder die lokalen oder regionalen Selbsthilfegruppen, Alzheimer Gesellschaften
und Initiativen können Informationen eingeholt werden, wobei sich alle, auch wir, mit Empfehlungen aus
u.a. haftungs- und wettbewerbsrechtlichen Gründen schwer tun.
Ein Gütesiegel für geeignete Häuser, die kleine Wohngruppen, biographiebezogene Beschäftigungs-
möglichkeiten, besondere ergotherapeutische und...
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Aktuell:
09.- 11.Mai 2003 Beethovenhalle, Bonn
Wachsbleiche 16, 53111 Bonn
AKTIV FIT GESUND - Die Messe ab 50 -
Täglich von 10:00 - 18:00 Uhr
Messe mit breitem Ausstellungsspektrum zu Gesundheit, Fitness und Alter.
Die Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. ist mit eigenem Info-Stand dabei. Besuchen Sie uns; unsere Aktiven stehen für
Gespräche mit breitem Informationsangebot zur Krankheit und dem Umgang mit Alzheimer zur Verfügung.
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Spendenaufruf:
Liebe Leser, liebe Freunde und Förderer unserer
Gesellschaft und unseres Anliegens,
wir alle, die wir ehrenamtlich für unsere Satzungsziele,
für die Verbesserung der Situation der Demenz-Erkrankten in Heimen und Kliniken eintreten, richten uns mit einer
Bitte an Sie:
Wir haben uns in der Vergangenheit bemüht, unabhängig
von den wirtschaftlichen Interessen Dritter (Pharmafirmen, Psychiatrischen Kliniken, Ärzten und auch Heimen)
kritisch, aber konstruktiv über die Alzheimer Krankheit, den Umgang mit ihr, über Diagnosemöglichkeiten,
die Rechtslage und vieles andere mehr zu informieren. Wir scheuten und scheuen dabei nicht davor zurück, kritisch
zu sein und Mißstände anzuprangern. Dies können wir, weil wir finanziell unabhängig sind und
keine Zuschüsse der öffentlichen Hand beantragt haben (wir wollen den kleinen Selbsthilfegruppen die ohnehin
knappen öffentlichen Mittel für ihre Arbeit nicht schmälern!).
Dies können und wollen wir auch, weil wir Aktiven uns in unserer Arbeit von niemandem "kaufen" lassen.
Wir sind daher auf die Beiträge unserer Mitglieder und vereinzelte Spenden angewiesen, die aber nicht ausreichen,
möglichst viele Informationen, Rundschreiben, unseren Newsletter und unsere eigenen Broschüren möglichst
Vielen zugänglich zu machen. Porto, Kopiekosten, Versandmaterielaien und auch die Führung unserer effektiven
und oft in Anspruch genommenen Beratungsstelle kosten nun einmal viel Geld. Auch unsere Veranstaltungen.
Daher unsere große Bitte:
Wenn Sie mit unserer Tätigkeit einverstanden sind,
sich mit unserer Zielsetzung "Schaffung von humanen Lebensverhältnissen von Demenz-Erkrankten und Unterstützung
der häuslichen Versorgung, Entlastung der pflegenden und betreuenden Angehörigen, sowie Änderung des
für die wachsende Zahl Demenz-Erkrankter untauglichen Pflegesystems" identifizieren, unterstützen
Sie uns finanziell. Wir werden auch in Zukunft- wie bisher- überregional aktiv sein, uns überall dort zu
Wort melden, wo die Entscheidungen für oder gegen Demenzkranke vorbereitet oder getroffen werden. Wir verstehen
uns nicht bloß als lokale oder regionale Selbsthilfegruppe.
Sie können dies mit einem Einmal-Betrag tun, mit
laufender Hilfe, indem Sie Mitglied unserer Gesellschaft werden, oder einfach durch eine Überweisung auf unserer
Beitrags- und Spendenkonto
Nr. 17 539 115 bei der Sparkasse Bonn (BLZ 380 500
00)
Unsere Gesellschaft ist als gemeinnützig anerkannt
und im Vereinsregister des Registergerichts (Amtsgericht) Bonn eingetragen.
Sie erhalten auf Wunsch selbstverständlich eine
Spendenbescheinigung. Auch kleine Spenden helfen. Sie können auch eine unserer Veranstaltungen sponsern; wir
werden dann auf Sie als Sponsor, auch in unserer Pressearbeit, hinweisen, sofern Sie dies möchten.
Ihre Hilfe hilft Vielen, die sich selbst nicht mehr
helfen oder auch wehren können- damit diejenigen, die langsam vergessen, nicht vergessen werden.
Danke
Ihre Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V.
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| unser aktuelles
Bild |
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*NEU* weitere
aktuelle Informationen *NEU* |
von
Beatrice |
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NEWSLETTER vom 17. März 2003 *** |
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Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gesellschaft,
ein Defizit in der Pflegeversicherung macht die Runde.
Zwar seien die gesetzlich vorgeschriebenen Reserven vorhanden und nicht angegriffen.
Angesichts der wachsenden Zahl von Demenz-Erkrankten und Antragstellern ist aber absehbar, dass entweder Beitragserhöhungen
oder restriktive Einstufungspraktika oder gar Rückstufungen bei den Pflegestufen unausweichlich sind. Beides
wäre falsch, ja katastrophal!
Auch eine Zusammenlegung der Pflegekassen mit der gesetzlichen
Krankenversicherung wird von verschiedenen Seiten vorgeschlagen; auch dieser Weg ist lediglich "kosmetischer"
Natur und beseitigt nicht die Probleme, die sich aus der demografischen Entwicklung und der Altersstruktur unserer
Bevölkerung ergeben; durch diesen Vorschlag, meinen einige, könne man bei der Verwaltung Kosten sparen,
was nicht einleuchtet, verwalten die Krankenkassen in Institutions- und oft Personalunion ohnehin schon die Pflegekassen.
Es muß sich endlich die Erkenntnis durchsetzen,
dass die wachsende Zahl Demenz-Erkrankter ein gesamtgesellschaftliches Problem ist, ein Problem, das alle,
auch die Gesunden, die nicht Betroffenen, die Nachbarn und die Freunde, Alte wie auch Junge angeht.
Wer meint, dieses mit dem rigorosen Ausbau der ohnehin
teuren Pflegeheimplätze, oder gar Plätzen in der Psychiatrie, weiterhin mit Medikamenten, Fixierungen oder
der Isolierung der Erkrankten in geschlossenen Abteilungen von Pflegeheimen in den Griff bekommen zu können,
der irrt gewaltig. Damit wird lediglich die oft menschenunwürdige Praxis, die bereits - und nicht häufig
genug - Gegenstand von Berichten in Presse, Rundfunk und Fernsehen war und ist, fortgesetzt!
[lesen
Sie bitte hier weiter]
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| "Alzheimer
und Kunst"- ein Widerspruch? |
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Die Alzheimer-Krankheit bringt u.a Einbrüche bei
den kognitiven Fähigkeiten (den Fähigkeiten, Denkinhalte zu verknüpfen), bei der zeitlichen und örtlichen
Orientierung sowie bei dem Kurzzeitgedächtnis. Bei Fortschreiten der Krankheit treten weitere Funktionsverluste
im menschlichen Gehirn auf. Sensibilität und Kreativität, Ausdruckswille und Phantasie bleiben aber,
wenn auch in sich verändernden Formen und Inhalten.Die häufig anzutreffende Meinung "Alzheimer-Kranke
spüren ja nichts", sie "kriegen nichts mehr mit" und "können ja doch nichts mehr ausdrücken"
entstammt aus dem erschreckenden Bereich der Unkenntnis und der Vorurteile!
Der berühmte Nachkriegs-Werbegrafiker Carolus
Horn , an Alzheimer erkrankt, zeichnete und malte bis zu seinem Tod. Im Januar
2002 präsentierte die Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. zusammen mit der Heilpädagogischen Fakultät
der Universität zu Köln seine Werke.
Das Kölner Universitäts Journal berichtete
ausführlich über die Ausstellung, zu der der Vorsitzende unserer Gesellschaft Rechtsanwalt Michael G. Streicher
eine Ringvorlesung vor Studenten zur Situation der Demenzerkrankten in Deutschland hielt. (Vorträge
und Berichte). Auch mit dieser Veranstaltung wollten wir die Öffentlichkeit dafür sensibilisieren, daß
Erkrankte zwar zunehmende krankheitsbedingte Defizite erleben, aber wie wir Gesunde empfinden, lachen und traurig
sein können, Stimmungen haben und auch den Willen, sich mitzuteilen, auch wenn die Fähigkeit, sich wie wir
Gesunde auszudrücken, schleichend abnimmt.
Alle im Pflege- und Gesundheitswesen mit Alzheimer-Kranken befaßten Personen sollen dies bei ihrer verantwortungsvollen
Tätigkeit wissen und beachten. [mehr]
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